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Fahrradvermietsystem "mein Rad" – über 100 Räder geklaut!
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Fahrradvermietsystem "mein Rad" – über 100 Räder geklaut!

Der Imageschaden ist groß, der finanzielle Schaden noch viel größer

Mit deutlicher Kritik hat der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Rathausfraktion, Hans-Joachim Hasemann-Trutzel, auf die jetzt bekanntgewordenen Fälle von Diebstahl und Vandalismus beim Fahrradvermietsystem „mein Rad“ reagiert.

Der Imageschaden für ‚mein Rad‘ ist groß, der finanzielle Schaden noch viel größer. Möglich wurden die Diebstähle und Sachbeschädigungen durch Mängel bei der Registrierung über die „mein Rad“-App. Es wird seine Gründe haben, daß die Mainzer Verkehrsgesellschaft vor dem Systemstart in Wiesbaden die ‚mein Rad‘-App noch nicht freigeschaltet hatte. Diese Gründe würde ich gern erfahren, meint Hasemann-Trutzel.

Es stellt sich die Frage, ob Sorgfalt und Sicherheit dem Ziel einer schnellen Systemeinführung geopfert wurden. Es rächt sich, daß man bei der Einrichtung eines Fahrradvermietsystems in Wiesbaden keinen erfahrenen Anbieter eingebunden hat. Die CDU hatte dies in der Vergangenheit wiederholt gefordert.

ESWE Verkehr hatte am Donnerstag bekanntgegeben, daß durch mißbräuchliche Nutzung rund 100 von insgesamt 500 neuen Rädern des im Juli etablierten Fahrradvermietsystems „meinRad“ in Wiesbaden entwendet oder beschädigt worden sind.

Die Ermittlung der Schadensverursacher gestaltet sich schwierig, da durch ein unzureichend sicheres Nutzer-Registrierungsverfahren über die „mein Rad“-App unrechtmäßige Kunden-Accounts mit falschen Daten angelegt werden konnten.

Das infolge des Mißbrauchs neu eingeführte Registrierungsverfahren, bei dem nach der Online-Registrierung über die App oder das Internet die Freischaltung des Kunden-Accounts für Neukunden in der ESWE-Mobilitätszentrale im Luisenforum erforderlich ist, kann bestenfalls eine vorübergehende Notlösung sein.

Das ist nicht zeitgemäß. Damit macht man sich lächerlich. So steigt niemand spontan aufs Fahrrad um. „Wir benötigen jetzt dringend genaue Schadenszahlen und wir müssen uns Gedanken darüber machen, wer für den entstandenen Schaden aufkommen muß, mahnt Hasemann-Trutzel.

 
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