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Kastel Ostfeld: Wir sagen sechs Mal "Nein !"
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Kastel Ostfeld: Wir sagen sechs Mal "Nein !"

Die Siedlung Fort Biehler feiert ihr 85 jähriges Bestehen – und bekommt Besuch vom Infomobil der SEG

Die kleine Ansiedlung am Petersberg zwischen Erbenheim und Kastel feierte am 18. August mit einem Höfefest ihr Jubiläum.

Viele Anwohner genoßen das Zusammensein mit selbst Gegrilltem, Fassbier, Leckereien für die Kinder und einem tollen Alleinunterhalter.

Es waren sogar Anwohner gekommen, die zur Gründungszeit als kleine Kinder mit ihren Eltern hergezogen waren. Ein rundum harmonisches Fest! Aber Fort Biehler wäre nicht Fort Biehler, wenn es nicht etwas Besonderes gäbe:

Nach rund 20 Jahren greift die Stadt wieder einmal nach dem wunderschönen Stück Natur zwischen Erbenheim und Kastel – Ostfeld genannt.

Wieder einmal soll das Frischluftentstehungsgebiet für AKK – quasi die Lunge von AKK- zugebaut werden. Dieses Mal noch mit einer Müllverbrennungsanlage gekrönt und mit der Ansiedlung von 8 - 12 Tausend Menschen.

Die Luft ist seit dem schlechter geworden, der Verkehr kriecht auch ohne die zusätzliche Bebauung meistens nur den Berg runter. Staus auf den angrenzenden Autobahnen A66 und A671 sind Alltag. Die Hitze in den Stadtteilen war diesen Sommer auch ohne Bebauung der  „Lunge“  für AKK kaum zu ertragen.

Wieder einmal setzen sich die Bewohner vom Fort Biehler für ihre Heimat und das Klima in AKK ein – die Kinder malen Plakate, die in Zukunft die Boelckestraße zieren werden.

Die Erwachsenen helfen das neue Plakat „Sechs Mal Nein“ zum Projekt Ostfeld/Kalkofen zu entwerfen. Mit viel Kreativität empfingen die Fort Biehler Anwohner am Freitag den 07.09.18 um 16 Uhr das Infomobil der Stadtentwicklungsgesellschaft.

Neue Erkenntnisse waren auch auf dieser Infoveranstaltung nicht zu erfahren. Die Fähigkeit der Projektgruppe Ostfeld, wichtige Grundlagen des Klimaschutzes neu zu interpretieren, um eine Bebauung machbar zu machen, erstaunte die Anwohner  wieder einmal.

Wie Wiesbaden weiterhin mit seinem Klima umgehen wird im Hinblick auf die drohenden Dieselfahrverbote wird eine interessante Frage sein:

Schützt sie die Gesundheit ihrer Bürger und findet den Weg in eine rundum lebenswerte Zukunft oder stehen die wirtschaftlichen Interessen im Vordergrund?

Die Stadtoberen haben es jetzt in der Hand die Zukunftsweichen in eine gute Zukunft zu stellen – und die Bürger könnten ihnen dabei behilflich sein, indem sie sich ganz klar gegen eine Bebauung des Ostfelds aussprechen. (Jens Kettelhöhn)

 
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