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Eberhard Apffelstaedt las aus seinen Finnbüchern
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Eberhard Apffelstaedt las aus seinen Finnbüchern

Die Gesellschaft für Heimatgeschichte Kastel (GHK) präsentierte in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Finnischen Gesellschaft (DFG) den Journalisten und Autor Eberhard Apffelstaedt.

Der Finnland-Fan ist seit 40 Jahren mit einer Finnin verheiratet, lebt und arbeitet im Taunus und in den Sommermonaten in Finnland. Bisher hat er in vier Büchern auf liebevolle und humoristische Art seine Begeisterung für Land und Leute zu Papier gebracht.

Für die Besucher der Veranstaltung im gut besetzten Hermann-Wüst-Saal des Museum Castellum war dieser Kulturabend ein erquickendes Vergnügen.

Bei Auszügen aus dem Roman „Kuckuck! ruft der Elch“ läßt der Autor seinen kauzigen Protagonisten Matti und dessen Ehefrau Päivi im Rahmen der deutsch-finnischen Freundschaft reisen.

Matti ist es gewohnt, als Heimwerker regelmäßig den „Maatalous Ja Rautakauppa“ zu besuchen. Ein Glücksgefühl für handwerklich geschickte Menschen, die in dem riesigen Markt Baumaterial aller Art, Eisenwaren und nützliche Gegenstände vorfinden.

Da darf Matti in aller Ruhe nach den gewünschten Artikeln Ausschau halten, ohne daß die Ehefrau ungeduldig um ihn herumschwirrt. Es kann aber auch sein, daß der fidele Matti im Großmarkt nur zwei Schrauben für sein Häuschen benötigt und bei der Suche danach über zwei Stunden braucht.

Matti verspricht sich von einem Besuch in einem deutschen Baumarkt ein ähnlich üppiges Sortiment wie zuhause, wird aber enttäuscht. Auch das Leben in der Dorfkneipe verläuft etwas anders als zuhause, obwohl sich Matti, nach zahlreichen Bierchen, mit dem Bürgermeister anfreundet.

In seinem vierten Buch, „Finnland, Matti und Co“ reist die skurrile Familie Machtniks inklusive Cousin Fridolin in dessen orange-grünem Kleinbus erstmalig nach Norden. Dabei sorgen nicht nur Jens Machtniks und Matti für allerlei vergnügliche und kuriose Episoden, sondern auch der überzeugte Mundharmoniker Fridolin.

Der Autor nutzt diese Gelegenheit, mittels Mattis sehr individuellen Umgangsformen auch zahlreiche deutsche Schrullen humorvoll überzeichnend aufs Korn zu nehmen. In Finnland läuft der Alltag eben ganz anders als in Deutschland.

Die Finnen nehmen vieles gelassen und zeigen in vielen Lebenssituationen auch ihren für Deutsche nicht immer verständlichen Humor.

Der pianistisch ausgebildete Apffelstaedt umrahmte zu Beginn und in der Pause die Lesung am Piano mit Stücken finnischer Komponisten. Mitglieder der DFG boten wieder finnische Spezialitäten in Form von Rentierschinken, Lachs, Gebäck oder Bier an.

Sowohl der erste Vorsitzende der GHK, Karl-Heinz Kues, als auch der Vorsitzende der DFG, Landesgruppe Hessen, Harry Skoutajan, wollen gemeinsam weitere Veranstaltungen der DFG im Museum Castellum präsentieren...

 
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