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Weihnachtsmarkt in Mainz geht sicher zu Ende
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Weihnachtsmarkt in Mainz geht sicher zu Ende

Einen Tag nach dem Ende des "Historischen Weihnachtsmarktes" unter dem Mainzer Dom zieht die Mainzer Polizei ein positives Fazit.

Lediglich drei Taschendiebstähle und trotz zwischenzeitlich angespannter Sicherheitslage, den Weihnachtsmarkt nicht wie eine Festung aussehen zu laßen, sprechen für sich.

Allerdings war dies nur mit einem umfaßenden Sicherheitskonzept möglich, welches bereits lange im Vorfeld zwischen dem Veranstalter, der Stadt Mainz und der Polizei Mainz abgestimmt worden ist. In enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst und den Standbetreibern ist es gelungen, den Besuchern ein entspanntes Erlebnis zu bieten.

Dafür waren aber umfangreiche Maßnahmen notwendig. So ist bereits das Befahren der Fußgängerzone "Ludwigsstraße" intensiv kontrolliert worden. Unberechtigte Fahrzeuge sollten erst gar nicht in die Nähe des Weihnachtsmarktes gelangen. Insgesamt sind 241 Fahrzeuge kontrolliert und 219 Fahrzeugführer wegen des Befahrens der Fußgängerzone auch verwarnt worden.

Insgesamt 323 Personen sind kontrolliert und 256 davon überprüft worden. 85 Personen mußten wegen bestehender Verdachtsmomente durchsucht werden. Personen die bereits wegen Diebstählen bei ähnlichen Veranstaltungen aufgefallen sind, erhielten Platzverweise für den Weihnachtsmarkt oder den Innenstadtbereich. Ergebnis: Es kam lediglich zu drei Taschendiebstählen und drei Diebstählen an Verkaufsständen auf dem Weihnachtsmarkt selbst. Dies bedeutet nochmals eine deutliche Reduzierung gegenüber neun Taschendiebstählen aus dem Vorjahr. Sogenannte Klemmbrettbetrüger, die im letzten Jahr sehr häufig mit gefälschten Unterlagen, Spenden für eine erfundene, angeblich gemeinnützige Organisation sammelten, sind in diesem Jahr unmittelbar bei ihrem ersten Auftreten vorläufig festgenommen worden.

Die betrügerisch gesammelte Summe und die gefälschten Unterlagen konnten sichergestellt werden. Auch diese Personen erhielten sofort einen Platzverweis für den Innenstadtbereich. Weitere Festnahmen gab es auch wegen anderer Delikte. Ein Exhibitionist dachte, sich vor anderen Besuchern des Weihnachtsmarktes entblößen zu müßen, ein weiterer Mann versuchte Drogen zu verkaufen.

Ein kleiner Unfall hatte fast eine große Wirkung, als ein LKW gegen überdachte Stehtische gefahren ist, diese umfielen und eine Besucherin leicht verletzt haben. Weil noch unklar war, wie der LKW auf den Weihnachtsmarkt gelangt ist, war die Aufregung kurzfristig groß. Dies klärte sich aber schnell als feststand, daß ein Beschicker lediglich rangiert hatte. Die Medien wurden sehr schnell informiert und reagierten bedacht, sodaß erst gar keine Gerüchte entstehen konnten.

Für Aufsehen sorgte ein psychisch verwirrter Mann, der an den Tagen nach dem Anschlag in Straßburg mehrfach in der Nähe des Weihnachtsmarktes laut "Allahu Akbar" rief. Ohne wirklich eine Gefahr darzustellen, beeinflußte er das Sicherheitsgefühl dennoch sehr stark und wurde nach richterlicher Anordnung in einer Psychiatrie untergebracht. Überhaupt, der Anschlag in Straßburg führte auch in Mainz zu einer Erhöhung der sichtbaren Präsenz durch den Sicherheitsdienst und die Polizei Mainz. Zeitweise haben die Einsatzkräfte auch die Maschinenpistole am Eingang des Weihnachtsmarktes getragen.

Unser Fazit ist eindeutig: Das gemeinsame Sicherheitskonzept hat sich bewährt. Taschendiebe haben den Weihnachtsmarkt offensichtlich erst gar nicht zu ihrem Ziel ausgewählt. Die anderen Delikte und auffälligen Personen bewegen sich am untersten Ende der Wahrnehmbarkeit. Das Befahren der Fußgängerzone wird als Kavaliersdelikt angesehen, ist es aber nicht. Die Polizisten sind durchweg frühzeitig und konsequent eingeschritten, haben Fehlverhalten erst gar nicht zugelassen. Polizeiberater haben Weihnachtsmarktbesucher intensiv auf mögliche Diebstahlsgelegenheiten hingewiesen und Infoflyer verteilt. Über alle Medien, wie Facebook, Twitter, Radio, Fernsehen und Zeitungen sind nahezu täglich Verhaltenshinweise gegeben worden.

   Die Mainzer haben das Auftreten der Polizistinnen und Polizisten sehr positiv aufgenommen. Zahlreiche Dankbekundungen und Gespräche hatten immer den Inhalt "Danke, daß sie da sind!" Das spricht für sich. Die Polizisten geben dies aber auch gerne zurück.

Diese netten Gesten machen es leichter, bei nahezu jeder Witterung und zu Zeiten wo andere letzte Weihnachtsbesorgungen erledigen, Dienst zu leisten...

 
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