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Informativer Neujahrsempfang der Kasteler Ortsvorsteherin
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Informativer Neujahrsempfang der Kasteler Ortsvorsteherin

Am 8. Januar fand wieder ein Neujahrsempfang der Kasteler Ortsvorsteherin Christa Gabriel statt. Zur Begrüßung wurde der Gastgeberin ein persönliches Präsent überreicht.

Zu den zahlreich erschienenen und geladenen Gästen aus Politik, Vereinen, Wirtschaft und amerikanischen Streitkräften zählten u. a. die Landtagsabgeordneten Horst Klee (CDU) Ernst-Ewald Roth (SPD), Wiesbadener Oberbürgermeister Sven Gerich, in Vertretung des Mainzer Oberbürgermeister, der AKK-Beauftragten Horst Maus, sowie, die hauptamtlichen Stadträte Hans Martin Kessler, Christoph Manjura, Andreas Kowol und den ehrenamtlichen Stadtrat und AKK-Beauftragten Rainer Schuster.

Christa Gabriel wies auf die wissenswerten Informationsveranstaltungen hin: Ausbau Boelckestraße, gemeinsames neues Bürgerhaus Kastel/Kostheim, City-Bahn, Abschluß des integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzeptes Wiesbadener Straße, Teilgestaltung Kies-Menz, neue Friedhofsatzung und natürlich das Thema Ostfeld.

Beim Kasteler Ortsbeirat gab es niemanden, der eine neue Müllverbrennungsanlage auf Wiesbadener Stadtgebiet haben wollte, aber die Entscheidungen werden im Rathaus getroffen“, resümierte die Stadtverordnetenvorsteherin.

Als erste Bürgerin Wiesbadens wohlwissend, daß die Fäden im Magistrat und im Parlament zusammenlaufen und nicht in einem Beirat...

Ortsvorsteherin Christa Gabriel wies auf wichtige kommende Entscheidungen hin. Besonders bedeutsam sei deshalb die Frage, wie in Zukunft die Mobilität in Wiesbaden und AKK gewährleistet werden kann. City-Bahn und Dieselfahrverbot sind die aktuellen Stichpunkte.

Ihre Mahnung war, daß die Diskussionen dazu die Bürgerschaft der Stadt und der Stadtteile nicht unversöhnlich spalten sollten. Respektieren von Entscheidungen gehöre zum Wesenskern einer Demokratie. Das gelte für Beschlüße des Ortsbeirats und des Stadtparlaments, ebenso für das Ergebnis eines Bürgerentscheids.

 "Kritiker der Bahn sollten einmal junge Leute und Studierende nach ihrer Einstellung zum Thema City-Bahn befragen. Sie würden sich wundern, welche Akzeptanz das Nahverkehrsmittel habe.“

Zu ihren weiteren Ausführungen zählte auch ein weiteres Reizthema Projekt Ostfeld. Dazu gebe es unterschiedliche Meinungen. Priorität hat unbedingt neuer bezahlbarer Wohnraum. Viele Aspekte müßen hierzu beachtet werden, wie Klimaschutz und Infrastruktur.

Das Ostfeld gehe an Mainz nicht vorbei, es berühre die Nachbarstadt stark, unterstrich auch der Mainzer AKK-Beauftragte Horst Maus mit Nachdruck. Die Ortsvorsteherin appellierte für Vertrauen in die Redlichkeit der Politik, die an der ein oder anderen Stelle verloren gegangen ist.

Ihr Credo an die politischen Entscheidungsträger für das neue Jahr lautete, durch Sach-, nicht machtorientiertes Handeln, die Probleme der Stadt zu lösen.

OB Sven Gerich machte der Anti-City-Bahn-Initiative Vorhaltungen wegen des Bürgerbegehrens-Vorstoßes. Er habe sich gewünscht, daß das Stadtparlament ein Vertreterbegehren in Gang bringen würde, das zu einem Bürgerentscheid führe. Wiesbaden habe als erste von der Deutschen Umwelthilfe beklagte Stadt die Chance, ohne Dieselfahrverbot davonzukommen.

Als Beweis für Mobilität stehe beispielhaft die geplante Umrüstung der ESWE-Dieselbusflotte auf Elektrobetrieb. Dies sei ein richtiger Schritt, argumentierte der OB.

Für beide Stadtteile Kastel und Kostheim soll das geplante neue Bürgerhaus ein spektakulärer „Hingucker“ werden. Diesmal werde die Stadt die Fehler nicht wiederholen, die bei den neu erstellten Bürgerhäusern in Dotzheim und Medenbach praktiziert wurden.

Aus überzogenen Sparmaßnahmen gebe es dort keine Lagerflächen für Vereine. Wegen Diskrepanzen um das Raumprogramm wurde im Moment seitens der Behörde „der Fuß etwas vom Gas genommen“, wegen erforderlicher Überprüfung.

Die Vereine forderten 100 qm Lagerfläche, die Verwaltung wolle ihnen 15 qm einräumen. „Ein realistischer Konsens ist die Alternative für den Bürgerhauskomplex, stellte unmißverständlich OB Sven Gerich dazu fest.

Bei einem anschließenden Imbiss gab es ausreichend Gelegenheit für gute Gespräche und persönliche Begegnungen.

(Herbert Fostel)

 
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