Täglich aktuelle Nachrichten aus AKK, Mainz und Wiesbaden

Akk Zeitung

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Ein Feuerwerk der Fastnacht
E-Mail PDF

Ein Feuerwerk der Fastnacht

Sitzung der Kasteler Ratschenbande überzeugt mit acht neuen Programmpunkten

Ein ausverkauftes Bürgerhaus, ein hochkarätiges Programm, Mainzer Fastnachtsgrößen wechseln sich mit Nachwuchs aus AKK ab:

Die Kasteler Ratschenbande hat mit ihrer Sitzung am Samstagabend ein über sechsstündiges Feuerwerk der Fastnacht gezündet.

Werbung braucht die Kasteler Ratschenbande für ihre Sitzung nicht zu machen. Die Qualität der Sitzung hat sich herumgesprochen. Die Karten für die Sitzungen werden schon ein Jahr im Voraus bestellt.

Wer für die Sitzung am vergangenen Samstag eine Karte ergattern konnte, bekam eine hochkarätige Mischung musikalischer, tänzerischer und humorvoller Beiträge geboten.

Gleich acht Neuerungen brachte die Ratschenbande in diesem Jahr in das Programm. Manche konnten nach mehrjähriger Pause erneut für die Kasteler Bühne gewonnen werden, andere waren hier zuvor noch nie zu hören oder zu sehen:

Darunter war auch Kasteler Nachwuchs. Erstmals seit 2003 hat die Jocusgarde wieder ein eigenes Tanzpaar und das ist gerade einmal 10 Jahre alt. Tamina Lang und Marc Mühling sind in dieser Kampagne erstmals zu zweit unterwegs. Mit Hebefiguren, Radschlägen und klassischem Gardetanz ernten sie stehende Ovationen und die Anerkennung des Publikums.

Tänzerische Präzision zeigten die Aktiven des Turnvereins Kostheim. Als Indianer entführten die Estrellas in den wilden Westen. Energetisch und mit viel guter Laune präsentierten die älteren Fuegos ihren Mix der „Megahits“ und die Maingrazien bewiesen viel Humor bei der Suche eines Cowboys als Mann.

Ob jung, ob alt - die Fastnacht hat ganz Mainz und AKK im Griff. Als Mainzer Polizist berichtete Alexander Leber erstmals bei der Ratschenbande aus einem aufregenden Jahr. Die Diskussion um Dieselfahrverbote könne längst beendet sein. Denn in Mainz herrscht „mit der Baustellenplanung, Fahrverbot das ganze Jahr“.

Detektivisch legte sich Leber in Finthen nach Obstdieben auf die Lauer. Kaum hat er einen erwischt, läßt er Ausreden „Ich will nur mal probieren“, durchaus gelten: „Deine Chance, 10 Kilogramm, jetzt werden sie gefreßen.“

Neu auf der Bühne der Kasteler Ratschenbande war auch Jens Baumgärtner als Apotheker. Seine Vermutung: „Männer mit Problemzonen leben länger, als Männer mit Frauen, die sie darauf aufmerksam machen“. Von einer riesigen Problemzone berichtete das Ratschenbandenmitglied Rosi Woytinak als „Frau in den Wechslejahren“.

Von knackenden Gelenken und körperlichen Veränderungen im Alter geplagt, warnte sie alle Männer, sich mit „unreifem Obst“ nicht den Magen zu verderben.

Den politischen Rückblick wagte Protokoller und Sitzungspräsident Rolf Wulf. Vom Rhein zum Rinnsal, von der WM-Pleite bis zum Plastik in den Meeren und „Politikern mit populistischem Gequassel“ rief er 2018 wieder ins Gedächtnis.  

Nach dreijähriger Pause stand Stimmungssänger Oliver Mager wieder auf der Bühne der Ratschenbande. Schon bei den ersten Tönen seiner Hits „Schobbe“ und „Fassenacht in Meenz“ stand das Publikum. Als Fastnachtsgröße begeisterte Mager das Publikum wie eh und je und hätte, wenn es nach dem Publikum gegangen wäre, wohl den ganzen Abend singen können.

An einem Abend, der vor Neuerungen strotzte, legten die Humbas mit ihrem Lied „Das Mädchen vom Ballett“ eine Premiere hin. Am Samstag erst erschienen, gaben sie die neue Single auf der Kasteler Bühne direkt live zum Besten. Mit Alexander Leber, Oliver Mager, Jens Baumgärtner, dem jungen Tanzpaar, Beate Dietz, Jürgen Wiesmann als Ernst Lustig und der MSB Showband waren es gerade die neuen Programmpunkte, die an diesem Abend die Lachmuskeln des Publikums strapazierten oder dafür sorgten, daß die Stühle beiseitegeschoben, getanzt und gesungen wurde, stets mit einem dreifach donnernden Helau.

Auch dabei: Markus Schwalbach als Gardist, Frank Böhme machte als Muttersöhnchen den Führerschein, Beate Dietz als Herausgeberin der Apothekenumschau, Ulrike Serch als „Meenzerin vom Betriebsausflug“, Gunther Raupach als „Mann mit dem man reschne kann“, Jürgen Wiesmann als Ernst Lustig, Castellum Music & Show, Julia Döhring als Rheinnixe, Dieter Meisenzahl, die Altrheingarde, NoNames, MSB Showband

Noch anzumerken: Stadtplakette für Steffen Hahn! Als helfende Hand beim Auf- und Abbau hat der 16-jährige Steffen Hahn seine Karriere bei der Kasteler Ratschenbande begonnen. Seit drei Jahren unterstützt er die Regie bei den Sitzungen. Für sein großes Maß an Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit und unermüdlichen Engagements für die Kasteler Fastnacht überreichte ihm Rainer Schuster kürzlich die Stadtplakette der Stadt Mainz.

(Katharina Petermeier)

 
Regionale Werbung
Banner

Gerade aus dem Ticker

Diese Frage stellt sich

Arzt: "Trinken Sie vier Wochen kein Alkohol. Dann sehen wir, ob es Ihnen besser geht!"
Patient: "Kann ich nicht einfach mehr trinken und wir gucken, ob es schlimmer geworden ist?"

Banner