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Wiesbadener Geschäftsführer und ihre Nebentätigkeiten
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Wiesbadener Geschäftsführer und ihre Nebentätigkeiten

Wie der Presse zu entnehmen ist, hat auch der SEG-Geschäftsführer Stöcklin, der ein freundschaftliches Verhältnis zu Oberbürgermeister Sven Gerich pflegt, einen Dienstvertrag, der es ihm ermöglicht, eine Nebentätigkeit auszuüben.  

„Es ist zwar zu bezweifeln, daß Stöcklin mit seiner Nebentätigkeit auch nur die Möglichkeit hat, annähernd solche Gewinne erzielen zu können oder in unmittelbare Interessenskonflikte geraten könnte, wie es bei Ralph Schüler laut aktueller Informationslage der Fall ist.

Nichtsdestotrotz ist es ein Unding, daß die Aufsichtsräte solche Klauseln wohl als Regelfall und nicht als Ausnahmegenehmigung betrachten. Die Geschäftsführer unserer städtischen Gesellschaften sollen zu 100% für das Wohl der Stadt arbeiten!

Für das eigene Wohl sollte wohl mit den nicht unerheblichen Bezügen gesorgt sein. Da bedarf es wirklich keiner Nebenbeschäftigung mehr“ kritisiert der stellv. Fraktionsvorsitzende Christian Bachmann.

Es müßten dringend Veränderungen in der Regelung für die Besetzung der Aufsichtsräte her. Die großen Parteien versorgten dort unter Ausschluß der Öffentlichkeit ihre Parteifreunde und hätten schon lange nicht mehr die Bedürfnisse der Stadt im Auge, sondern berücksichtigten nur noch Gefälligkeiten untereinander.   

„Was mich noch mehr verwundert ist die Tatsache, daß unser Anliegen in dieser Sache um mehr Transparenz im Beteiligungsausschuß am 21. August 2018 von allen anderen Fraktionen abgelehnt wurde. Entweder haben sich damals alle vom Ausschussvorsitzenden Lorenz einlullen laßen oder es hat da wirklich niemanden interessiert.

Aber jetzt wo das Kind mehrmals in den Brunnen gefallen ist, sind plötzlich alle doch um Aufklärung bemüht. So fordert Frau Kienast-Dittrich im Revisionsausschuß exakt das, was bei uns abgelehnt wurde und der Baudezernent Kessler erzählt der Presse munter über die Nebentätigkeiten von Geschäftsführern, trotz vermeintlich rechtlichen Hürden, die offenbar nur dann gelten, wenn die Opposition um Aufklärung bittet.

Allen voran fordert die SPD-Fraktion mehr Transparenz und eine Begrenzung der Aufsichtsratsmandate. Das klappt aber auch nur, wenn man sich erst an seine eigene Nase faßt. Und vom Vorsitzenden des Beteiligungsausschußses kann man erwarten, daß er es als oberste Aufgabe sieht, die städtischen Beteiligungen zu kontrollieren“ fordert Bachmann abschließend.

(Christian Bachmann)

 
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