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Triumphale GLV-Kostümsitzung
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Triumphale GLV-Kostümsitzung

Fassenacht vom Feinsten


Zu den Kostheimer Kulturträgern zählt auch der renommierte Gesangsverein „Liedertafel 1900.“ Aud der Chronik war zu recherchieren, daß die famosen Sänger nicht nur dem Liedgut in allen Facetten huldigten.

Als „Närrische Liedertafel“ können die Sänger auch, seit 1925, mit einer „Kostümsitzung“ begeistern, die stets ausgebucht ist. Am 16.Februar konnte der überragende Sitzungspräsident Werner Böttner, einzigartig mit pointierten „Knittelversen“, Solo-Tänzer auch als Parodist, 650 Besucher im Kostheimer Bürgerhaus närrisch willkommen heißen.

Mit einer stattlichen Eskorten-Anzahl von rechts und links des Rheins, an der Spitze der „Fulminate Klangkörper“ der Mainzer Ranzengarde, sowie die Meenzer Schwellköpp mit „Bambini.“ Da flogen die Hände zum Himmel, beim Einheizer Stefan Porsch mit seinem Stimmungs Medley.

Mit spitzen Bemerkungen in einem sehr leidenschaftlichen Vortrag blickte der Chef des Protokolls Markus Mehlinger auf das vergangene Jahr zurück: CDU Parteitag, Horst Seehofer, "Flinten-Uschi" und die Bundeswehr. Doch auch lokale Themen, wie das geplante gemeinsame Bürgerhaus, wurden mit viel Ironie persifliert.

Ein top Knüller war der Auftritt von Fuego, das Show-Ballett vom TV Kostheim, Leitung: Simone Louis, Melanie Ouint. Die ausgezeichneten Tänzerinnen konnten mit ihrer fabelhaften Choreografie zu waghalsigen Pyramiden mit fetzigen Melodien aus den 70er Jahren faszinieren.

Für Hansi Greb ist es als „Hobbes“ kein Problem, „Ü60“ zu sein. Seine Devise: „De Lack is ab, die Falten sprieße, ich laßmir´s Lebe net vermiese“, und daß Humor der besten Ersatz für Vermißtes ist.

Lachsalven löste die „Auferstehung der legendären Tramps von de Palz“ aus. Bravourös dargestellt von den singenden Komödianten Reinhard Schwarz und Werner Böttner in Wort und Mimik.

Herrlichen Blödsinn für Genießer bot Jürgen Wiesmann. Der drückte sich in absurd-realitätsnaher Art vom Partystress. Ernst Lustig in Topform. Riesenbeifall!

Umjubelt wurden die männlichen „Main-Grazien“ unter Leitung Illonka Panzer vom TV Kostheim. Eine tolle Show aus dem Wilden-Westen in all seinen „Lasso-Facetten.“

Tosender Beifall für den Entertainer par excellence Andreas Ost, der mit Wortwitz und Gesang brillieren konnte. Als deutscher Michel mit Zipfelmütze spottete Bernhard Knab über die aktuelle Politik. Die CDU wählte AKK als neue Chefin: „Merkel will nicht mehr, sie hat Flasche leer.“ Der Michel forderte in der Politik Moral und Respekt. „Und die Hessen hätten es geschafft und die Todesstrafe endlich abgeschafft.“

Mitreißende Musik aus fernen Galaxien boten die gefeierten Altrheinstromer Uwe Hager, Thomas Wucher und Andreas Mayer als Außerirdische von einem anderen Stern. Zu einem zwerchfellerschütternden Zwiegespräch nahmen sich der Arzt Dr. Fred von der Flachzange (Pit Karg) und der Alkoholiker (Horst Siegholt) gegenseitig auf die Schippe.

Das Duo aus Mannheim war urkomisch. So gab es Gelächter, als der Arzt im Markt Brust und Schenkel kaufte und der Alkoholiker der „Jeder Schoppe ist wie ein neues Leben“ sang, mußte den „Idiotentest“ machen. Der Säufer achte stehts darauf, daß er nichts verschütte.


Mit gewagten Hebefiguren, Pyramiden und tänzerischen Brillanz wurden die berauschte Narrenschar in die Natur entführt. Unter dem Motto „Gebt jetzt acht – Der Wald erwacht“ boten die 32 Tänzerinnen, Leitung: Nicole Klein, Lisa Kwasney, eine glanzvolle „Super-Show“ mit mitreißenden Choreografien und effektvollen Kostümen. 

In späten Abendstunden ist Entschleunigung mit Pointen singen angesagt. Dafür ist der Nachtwächter prädestiniert. Adi Guckelsberger hat im Nu den Saal mit den schrägen Irrungen und Wirrungen seiner nächtlichen Runden fest im Griff.

Zu den Ehrengästen zählten: Mainzer AKK-Beauftragter Horst Maus, in Vertretung von Oberbürgermeister Michael Ebling, Kostheimer Ortsvorsteher Stephan Lauer, in Vertretung vom Wiesbadener Oberbürgermeister Sven Gerich, sowie die Verwaltungsleiterin von Kastel-Kostheim Petra Seib.

Mit einem stimmungsvollen „Meenzer-Finale“, Altrheinstromer, Protagonisten, Komitee, zu „Meenz bleibt Mainz“ brannte die „Liedertafel“, unter ihren Präsident Horst Böttner, ein Feuerwerk der guten Laune ab. Es zeichnete sich dazu aus: Gesamtverantwortung: Liedertafel-Präsident Horst Böttner, für Programmgestaltung: Werner Böttner, Regie: Stefan Grundel.

(Herbert Fostel) - Fotos: Peter Stoiber

 
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