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Gert-Uwe Mende soll Wiesbadener Oberbürgermeister werden
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Gert-Uwe Mende soll Wiesbadener Oberbürgermeister werden

Unterbezirksvorstand empfiehlt 56-Jährigen den SPD-Mitgliedern als Kandidat

Der stellvertretende Parteivorsitzende und Ortsvorsteher von Dotzheim Gert-Uwe Mende soll zum neuen OB-Kandidaten der Wiesbadener SPD nominiert werden.

Die am 29. Januar 2019 einberufene Findungskommission hat am Montagabend dem Unterbezirksvorstand und –beirat ihren Vorschlag präsentiert.

Der Unterbezirk stimmt geschloßen für die Kandidatur. In einer Mitgliederversammlung des Unterbezirks am Samstag, den 9. März 2019 soll Mende dann offiziell zum Kandidaten gewählt werden. Die Findungskommission unter der Leitung von Christa Gabriel bestand noch aus weiteren sechs Vertretern der SPD Wiesbaden.

Der Parteivorsitzende Dennis Volk-Borowski ist davon überzeugt, daß mit Gert-Uwe Mende der beste Kandidat für dieses Amt ins Rennen geschickt wird. Auch Christa Gabriel ist der Überzeugung, daß „wenn wir Gert-Uwe nominieren, der nächste Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden Gert-Uwe Mende heißt“.

Gert-Uwe Mende wird die Projekte seines Vorgängers bei erfolgreicher Wahl vorsetzen, aber auch eigene Akzente setzten. Dabei liegen ihm die folgenden Themen besonders am Herzen:

„Zusammenhalt – Aufgabe der Politik in einer Kommune wie Wiesbaden ist es in erster Linie, Zusammenhalt zu organisieren. Dieser Anspruch reicht in alle Politikbereiche. Und ich bin überzeugt, daß keine andere Partei so sehr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt steht wie die SPD.

Wohnen – bezahlbarer Wohnraum ist die größte soziale Frage unserer Zeit. Die Rathaus-Kooperation hat sich durchaus ambitionierte Ziele gesetzt. Aber m.E. wäre es gut, wenn wir da noch einen Zahn zulegen. Wir müssen prüfen, ob es gerade den kommunalen Wohnungsbaugesellschaften möglich ist, noch mehr für bezahlbaren Wohnraum zu tun.

Mobilität – zunehmender Individualverkehr ist keine Lösung. Wir müßen den ÖPNV attraktiver machen. Daß es gelungen ist, ein Dieselfahrverbot abzuwenden, ist ein großer Erfolg der Stadtpolitik.

Klimaschutz – Der Verkehr ist für mich untrennbar mit dem Thema Klimaschutz verbunden. Wir erleben heute, daß Freitag für Freitag Jugendliche auf die Straße gehen, weil sie Sorge haben, daß die Politik zu zögerlich und abwartend agiert. Und ich finde, diese jungen Menschen haben Recht. Für mich gilt das alte Motto „global denken, lokal handeln“.

Soziales und Bildung – die beiden Bereiche sind bei Axel Imholz und Christoph Manjura in besten Händen. Ich wäre froh, wenn wir das Thema Schulsanierungen noch weiter forcieren könnten, und hoffe, das wird in den Haushaltsberatungen hartnäckig verfolgt. Auch beim Ausbau der Kinderbetreuung haben wir weiter ein dickes Brett zu bohren. Es wäre leichter, wenn das Land Hessen sich endlich mit eigenem Geld ordentlich einbringt.

Politische Kultur – In diesem Wahlkampf wird es ganz zentral um Fragen der politischen Kultur gehen. Für persönliche Angriffe im Wahlkampf stehe ich nicht zur Verfügung. Ich sehe meine Aufgabe darin, Vertrauen wiederherzustellen und nicht darin, einen Beitrag zu leisten, noch mehr Vertrauen in die Stadtpolitik zu verlieren.“

Der 56-jährige ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder. Er wurde in Bonn geboren und wuchs im nordhessischen Bebra auf. Geprägt durch seine politische Familie engagierte er sich seit frühster Jugend bereits in der AWO und SPD, der er mittlerweile 40 Jahre angehört.

Nach dem Studium der Geschichte, VWL und Politik in Göttingen begann er ein Redaktionsvolontariat bei der Zeitung „Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA)“ in Kassel und wurde als Redakteur in die Politik- und Nachrichtenredaktion übernommen.

1991 folgte er dem Angebot des Ministers Dr. Herbert Günther, als Pressesprecher im Hessischen Innenministerium zu arbeiten. Verwaltungserfahrung konnte Gert-Uwe Mende im Anschluss ab 1996 als Leiter des Ministerbüros sammeln.

Im Jahr 1999 folgte der Wechsel zur SPD-Landtagsfraktion, in der er seit 2006 als Geschäftsführer der Fraktion tätig ist. Dort ist er für Fragen rund um den Haushalt, Personal und Organisation zuständig, mit dem Schwerpunkt Medien- und Öffentlichkeitsarbeit.

Er ist zudem ein kooptiertes Mitglied im SPD-Landesvorstand und Landespräsidium. In der Wiesbadner Kommunalpolitik ist er seit 2016 im Ortsbeirat Dotzheim aktiv, dem er seit 2018 als Ortsvorsteher vorsteht. Außerdem ist er seit 2008 im Unterbezirksvorstand der SPD Wiesbaden und seit 2017 stellvertretender Vorsitzender.

Mende erfreute sich nicht nur der breiten Zustimmung der SPD-Gremien, sondern vor allem auch der Basis. Mit seiner souveränen und liebenswürdigen Art hat er immer ein offenes Ohr und geht den Dingen gern auf den Grund. Für ihn stehen an erster Stelle Fakten, auf deren Grundlage er sich eine Meinung bildet. „Er kenne wenige Personen, die jedem Menschen derart offen und mit Respekt begegnen und somit die politische Landschaft derart bereichern könnten“, beschreibt ihn Dennis Volk-Borowski.

Der Parteivorsitzende freut sich über die Bereitschaft Gert-Uwe Mendes, die Herausforderung der Oberbürgermeisterkandidatur anzunehmen und sieht einem erfolgreichen Wahlkampf mit den Wiesbadener Genossen entgegen.

 
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