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Hände weg von Ostfeld-Kalkofen
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Hände weg von Ostfeld-Kalkofen

„Für Alternativen zum Ostfeld braucht es Willen und Fantasie“

„Natürlich“, eröffnet Dr. Gottfried Schmidt eine Presseerklärung der Aktionsgemeinschaft „Hände weg von Os/Ka“, „haben wir Wohnungsbedarf in Wiesbaden, in Rhein-Main und in ganz Deutschland.

Wir haben aber auch alle das Recht auf akzeptable Lebensbedingungen. Und um das unter einen Hut zu bekommen, braucht es den entsprechenden Willen der Verantwortlichen, Fantasie und kreative Gestaltungskraft – und deren Bereitschaft, sich mit den Bürgern, insbesondere vor Ort, zu verständigen, deren Auffassungen ernst zu nehmen!“

Natürlich spreche sich die Projektleitung Ostfeld für die Realisierung des Vorhabens aus, rund um das Fort Biehler auf über 65 ha Ackerfläche einen neuen Stadtteil zu bauen. „Aber wie geschieht das“, fragt Schmidt, „wie gehen die politisch Verantwortlichen dabei vor?

Immer mehr Fakten zum Projekt kommen auf den Tisch; es wird der Eindruck erweckt, die Projektidee Ostfeld/Kalkofen sei geprüft und für gut befunden worden!“ Und das alles, bevor die Gutachten den politischen Entscheidungsgremien oder den Betroffenen vorgelegt worden seien.

Von den ursprünglich drei Varianten ist, vor der abschließenden Prüfung, nur noch eine gültig. Die Schlußfolgerung der HGON (Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz): Wenn schon vor der Prüfung der Sachlage und der Würdigung der Gutachten die beiden anderen Szenarien grundsätzlich nicht in Betracht kämen, bleibe das ausgewählte Szenario als einziges übrig, zu dem es keine wirkliche Alternative gebe. Man müsse sich fragen: Waren das nur Scheinalternativen, behördliches Spielmaterial?

„Auch uns liegt die Stellungnahme der HGON vor. Das ist alles andere als eine stur umweltschützende Kampfschrift. Sehr dezidiert und klug wird die Situation, insbesondere der Wohnungsbedarf und konkrete Wohnbauvorhaben in Wiesbaden, beleuchtet:

Es sind laut HGON mind. 7962 Wohneinheiten in Planung/Realisierung. Ohne das Ostfeld, wo rund 4.700 Wohneinheiten entstehen sollen.“ Da stelle sich schon die Frage, wohin Wiesbaden noch wachsen wolle.

Das Projekt Ostfeld beinhalte eine Masse an schwerwiegenden und kontroversen Entscheidungspunkten: z.B. Klima, Landwirtschaft, Naturschutz, Verkehr sowie Zu- und Abwasser. „Wenn die Verantwortlichen im Rathaus sich stattdessen auf Konversionsflächen wie AFEX und Kastel Housing fokussieren würden, könnte das Ostfeld weiter das leisten, was es heute leistet: Kaltluft entstehen lassen und für die Bauern Arbeit und die Region Nahrung produzieren.“

(Dr. Gottfried Schmidt)

 
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