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Zu teuer, zu unzuverlässig - AfD-Rathausfraktion will Alternativen zu E-Bussen prüfen lassen
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Zu teuer, zu unzuverlässig - AfD-Rathausfraktion will Alternativen zu E-Bussen prüfen lassen

ALTERNATIVEN ZU E-BUSSEN PRÜFEN
„Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich die beste Technik findet. Der Wahn ist kurz, die Reu‘ ist lang“, meint augenzwinkernd der AfD-Fraktionsvorsitzende, Dr. Eckhard Müller, und spielt mit dem abgewandelten Schiller-Zitat auf die aus Sicht der AfD-Rathausfraktion übereilte Festlegung auf E-Busse an. Bereits zur letzten Stadtverordnetenversammlung hatte die AfD einen Antrag auf Prüfung der Alternativen zu den geplanten E-Bussen gestellt, der aber nicht mehr behandelt wurde. Nun steht er für die Stadtparlamentssitzung am 04.04.2019 wieder auf der Tagesordnung.

SCHLECHTE ERFAHRUNGEN IN ANDEREN STÄDTEN
Die geplante Umstellung der städtischen Busflotte auf Elektrobusse ist teuer, langwierig und mit vielen Kinderkrankheiten belastet, die eine unausgereifte Technologie mit sich bringt. Erfahrungen in anderen Städten zeigen, daß Testfahrzeuge sich als unzuverläßig erwiesen haben und teilweise oder ganz wieder ausgemustert werden mußten. Mangelnde Reichweite, große Temperaturabhängigkeit, eine hohe Ausfallquote und die dadurch notwendige Vorhaltung zusätzlicher herkömmlicher Dieselbusse macht die Umrüstung auf E-Mobilität zum jetzigen Zeitpunkt unattraktiv.

VORREITERROLLE NICHT UM JEDEN PREIS
Die einsetzende Debatte um die wissenschaftliche Belastbarkeit der Stickoxidgrenzwerte der EU, die Platzierung der Meßstationen und die kürzlich verabschiedete Änderung der Bundesimmissionsschutz-Verordnung zeigen, daß es noch großen Klärungsbedarf gibt und man sich nicht durch eine überholte Faktenlage in übereilte Entscheidungen treiben laßen sollte. Nach neueren Erkenntnissen entspricht die E-Mobilität zudem weder ökologisch noch energiewirtschaftlich dem Nachhaltigkeitsprinzip. Es gibt gute Gründe, die Entwicklung erst einmal abzuwarten und nicht um jeden Preis eine Vorreiterrolle einzunehmen.

ES GIBT GUTE ALTERNATIVEN
Mit Blick auf die weiterhin bestehende Notwendigkeit, die gesetzlichen Grenzwerte bei der Luftreinhaltung einzuhalten, gibt es alternative Techniken. Dazu zählen beispielsweise moderne Dieselbusse mit der Abgasnorm Euro 6, Modelle mit Wasserstoff-Brennstoffzellentechnik und der Betrieb mit CNG (Compressed Natural Gas) oder synthetischen Kraftstoffen. „Wir wollen den Magistrat beauftragen, die Vor- und Nachteile aller Techniken im Rahmen einer wissenschaftlichen Nutzwertanalyse gegeneinanderzustellen, um so wirklich die beste Variante für die Bürger, die Stadtkasse und die Umwelt zu finden“, erklärt Denis Seldenreich, verkehrspolitischer Sprecher der AfD-Rathausfraktion.

 
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