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Plakatierungswahnsinn geht wieder los
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Plakatierungswahnsinn geht wieder los

OB-Kandidat verzichtet dem Stadtbild zuliebe auf eigene Plakate


Dieses Wochenende ist es wieder soweit - an jeder Ecke, an jedem Laternenpfahl, an jedem Baum und wo es sonst noch erlaubt oder auch nicht erlaubt ist, werden uns Menschen präsentiert, die uns anlächeln und ihre Wahlversprechen unter die Nase reiben werden.

Mit der Zusammenlegung der Europawahl und der Oberbürgermeisterwahl in Wiesbaden können wir uns auf die nächste wahnsinnige Materialschlacht gefaßt machen, die unser Stadtbild erneut verschandelt.

Auch wenn ich bei der Personenwahl zum Oberbürgermeister meinen Namen in der Öffentlichkeit bekannter machen muß, werde ich darauf verzichten. Ich bleibe meiner Linie treu. Ich habe bereits in der Stadtverordnetenversammlung wiederholt dafür geworben, Wahlkampfplakate zu reduzieren.

Mein Vorschlag diese nur auf ausgewählten Flächen zuzulaßen, wurde jedoch jedes Mal abgelehnt. Für die großen Parteien mit dem entsprechenden Wahlkampfbudgets scheint es immer einen Heidenspaß zu machen, allgemeine Wortphrasen mit Kabelbindern großflächig zu verbreiten.

Auch weit über den Wahltag hinaus gibt es bei dieser unübersichtlichen Zahl an Plakaten immer wieder auch welche, die zu lange hängen bleiben und erst nach mehrmaligen Beschwerden dann endlich entfernt werden. Da wünsche ich mir konsequenteres Vorgehen und auch empfindliche Strafen.

Ich halte sie in dieser Masse für ein öffentliches Ärgernis und möchte mich bei dieser Materialschlacht nicht beteiligen. Wenn ich mir dann anschaue, wie kleine Vereine mit bürokratischen Hürden zu kämpfen haben, auf ihre Veranstaltungen aufmerksam machen zu können, finde ich es völlig unverhältnismäßig, wenn dann für mehrere Wochen die Parteien unsere schöne Stadt so zumüllen dürfen.

(Christian Bachmann) - Plakatloser OB-Kandidat für Wiesbaden
-Foto: Boris Baschin / Wolfsburger Allgemeine-

 
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