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CDU und SPD verliert eine Führungsebene nach der anderen
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CDU und SPD verliert eine Führungsebene nach der anderen

Folgen von jahrelangem Geklüngel

Es wurde über die Presse veröffentlicht, daß nun auch der Kämmereileiter Rainer Emmel seinen Hut nehmen muß.

Die Kommunalaufsicht habe zu große Bedenken gegenüber dem Vertragskonstrukt mit dem verbeamteten Amtsleiter, der gleichzeitig Geschäftsführer der WVV und anderen Gesellschaften ist.

„Ich wundere mich schon seit längerer Zeit über die enormen Ämterhäufungen einzelner Personen in unserer Stadt. Es stand für mich immer die Frage im Raum, ob ein Einzelner überhaupt in der Lage ist, alle Ämter und Posten entsprechend den Erwartungen ausfüllen zu können.

Daneben wirkt sich eine solche Häufung nicht nur auf die Belastungen aus, sondern auch auf Häufung finanzielle Einnahmen. Daß es sich meistens um Menschen mit einem roten oder einem schwarzen Parteibuch gehandelt hat, das wundert mich hingegen nicht wirklich.

Ich muß aber auch die Kommunalaufsicht kritisieren, die dies jahrelang einfach so hingenommen hat und sich erst jetzt nach und nach zu dem jahrelangen Geklüngel in der Stadt Wiesbaden äußert“ so Christian Bachmann, stellv. Fraktionsvorsitzender der FW/BLW-Fraktion.

Mit der Schlammschlacht um Lorenz, Schüler und Sven Gerich werden nun immer mehr alte Zöpfe abgeschnitten. Diese Verflechtungen sind wahrscheinlich noch sehr viel weitreichender – da müßen die Kommunalaufsicht, aber auch die städtischen Verantwortlichen jetzt reinen Tisch machen. Anstatt über Inhalte der Stadtpolitik zu diskutieren, fragen sich die Bürger jetzt nur noch: „Wer ist der Nächste?“.

„Unabhängig davon, daß ich diese Entwicklung in der Personalpolitik begrüße, finde ich den Abgang des Kämmereileiters bedauerlich. Mit Rainer Emmel geht Fachkompetenz in der Verwaltung verloren, die wir nicht so schnell wieder kompensieren können.

Ich freue mich, daß er für diese Haushaltsberatungen noch beratend zur Verfügung steht. Aber ich hätte mir lieber gewünscht, daß er der Verwaltung erhalten bleibt und dafür den Geschäftsführer-Posten bei der WVV und den Beteiligungen abgibt. Aber offensichtlich sind diese Posten attraktiver als eine Amtsleitung. In Hinblick auf den Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst der Stadt ist das kein gutes Zeichen“ warnt Bachmann abschließend.

 
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