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Fußballsport von anno dunnemals
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Fußballsport von anno dunnemals

Glossiert von Herbert Fostel
In heutigen Profi-Fußballzeiten steht der Video-Beweis zur Diskussion über die Vor- und Nachteile bei den Spielen. Bevor diese Technik praktiziert wird, gab es zunächst andere historische Entwicklungen. 1888 wurde in Berlin mit dem FC Germania der erste Fußballverein in Deutschland gegründet. – Statt auf einen großen Fußballplatz zu spielen, wurde dies auf Gänsewiesen, Exerzierfeldern oder in den Innenräumen der Radrennbahn vorgenommen.

Auf dem sogenannten Spielfeld wurden an beiden Enden in gleichmäßigen Abständen Torstangen aufgebaut und mit Schnüren verbunden. Damit entstand einst eine Art Querstange. In der Pionierzeit wurde die stabile Querstange eingeführt. Berlin war zu den damaligen Zeiten des Zentrum der neuen Spielart.

Erstmals wurde das Spielfeld eingezäunt und vor dem Spiel ein Eintrittsgeld erhoben. Die Regeln wurden bis zur Jahrhundertwende moderater. Bei einem Unentschieden entscheidet über den Sieg, die Zahl der erzielten Eckstöße. Feste Tore mit Tornetzen wurden Vorschrift.

1900 wird in Leipzig der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gegründet. 1906 wird die KFV 06 gegründet. Zu den Festlegungen ist ausgewiesen, daß sich während eines Fußballspiels kein Spieler auf dem Rasen zum Ausruhen hinlegen darf.

Das Spielfeld hatte die maximale Länge von 183 Metern und die Breite von 91 Metern. Nach jedem Torerfolg wurden die Seiten gewechselt. Ging ein Ball ins „Aus“, durfte ihn die Mannschaft zurück ins Spiel bringen, die als „Erste“ seiner habhaft wurde.

Zu den Kuriositäten zählte auch die Tatsache, daß anfangs auch das Spiel mit der Hand erlaubt war. Die Abnahme des Balls mit der Hand war Regelkonform. Nur das Tragen des Balls über eine bestimmte Strecke war nicht erlaubt.

Fing ein Spieler, konnte er mit dem Fuß den Ball weiterspielen. Das waren doch noch Zeiten im Vergleich zu den heutigen „Besser-Wissen-Zeiten“ zu „Handspiel-Auslegung“ im Strafraum...

Das „Handspiel“ wurde auf den Torhüter beschränkt. Die damaligen Abseitsregeln wurde wie folgt festgelegt: „Jeder Spieler, der beim Pass eines Mitspielers näher am gegnerischen Tor stand, als der Passgeber, galt als „abseits“. Keine Regel gab es für Bestrafung von „Fouls“.

Vereinbarungen wurden durch die Spielführer vorgenommen, auch ohne Schiedsrichter, damit „Fair Play“ eingehalten wurde. Das waren noch Fußball-Pionierzeiten mit all ihren Ungereimtheiten. Dazu gehörten auch die wuchtigen Fußballschuhe und Lederbälle, die mühsam vor den Spielen aufgepumpt werden mußten. Alles: "es war einmal…“

(Herbert Fostel)

 
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