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Gemeindereferent wechselt in leitende Position zur katholischen Hochschule
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Gemeindereferent wechselt in leitende Position zur katholischen Hochschule

Beim jährlichen Pfarrfest von St. Rochus in Kastel verabschiedete sich die Gemeinde emotionell und in Dankbarkeit von ihrem engagierten und ideenreichen Gemeindereferenten. Eine starke Säule der Laien in der katholischen Kirche.

Bardo Frosch übernimmt ab 1. August 2019 zur Ausbildungsleitung noch die Studienbegleitung an der katholischen Hochschule, sowie die Leitung des Kollegs Wohnmöglichkeit der Theologiestudenten in den ersten Semestern.

Vor 23 Jahren begann für Bardo Frosch ein spannender Arbeitsabschnitt. Inmitten eines neu installierten Pastoralteams, von Hauptamtlichen in Kastel und Amöneburg sah der Gemeindereferent die Möglichkeit neue Ideen gemeinsam vor Ort zu entwickeln.

Sein Ziel war es, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Freude am Glauben zu vermitteln und sie zu motivieren. Die harmonische Zusammenarbeit mit Pfarrer Dr. Jörg Swiatek, vor allem sein Führungsstil, offene zeitgemäße Einstellung zum Glauben und zur Kirche prägte maßgeblich das erfolgreiche Wirken von Bardo Frosch.

Die Pfarrei St. Rochus wurde zu seiner neuen Heimatgemeinde. In mehr als zwei Jahrzehnten konnte er Kinder der Kindertagesstätten, über die Schulzeit, Firmung bis Erwachsenenalter begleiten, kam mit unzähligen Gemeindemitgliedern in Kontakt.

Tolle Projekte konnten realisiert werden, dazu gehören auch die Gemeindefahrten, die über die Pfarreigrenzen bis heute beliebt sind. Die Pfarrfeste sind seit Jahrzehnten ein Besuchermagnet, und die „Gottesdienste an anderen Orten“ haben die Kasteler Vereine enger zusammengeführt. Das Erntedankfest beim Bauer Koch ist schon Tradition geworden.

Die Einrichtung des ökumenischen Mittagstisches in AKK bleibt ein wertvolles Geschenk für die Gemeinde, die im gemeinsamen Team von Erlöser- und Rochusgemeinde ausgerichtet werden.

Seit 1999 durfte er auch als einer der ersten Gemeindereferenten mit der Beauftragung zur Trauerbegleitung durch den damaligen Bischof Karl Lehmann Menschen in Trauer und Leid zur Seite stehen. Diese Aufgabe war und ist für Bardo Frosch zur wichtigsten seelsorgerischen Tätigkeit geworden.

Ein Dank für 23 wunderbaren Jahre galt all seinen Wegbegleitern und ganz besonders seinem Freund Pfarrer Dr. Jörg Swiatek.
Einen spektakulären Auftritt hatten die „Kasteler Schnorrer“ zur Verabschiedung von Bardo Frosch. Bekanntlich hatten das „Schnorrer-Team“ bei seinen Auftritten in der Kampagne 2019, die Erlöse für den katholischen Kindegarten gesammelt. Auch für die Renovierung des maroden Kirchturms konnten die famosen Schnorrer eine noble Spende in Höhe von 1.000,00 Euro überreichen.

Spontan für diese Handlungsweise, aber in dieser Jahreszeit unüblich, stimmte Bardo Frosch ein dreifaches Helau an, das noch spontan von den Kasteler Musikanten mit einem „Narrhalla-Marsch“ ergänzt wurde. Eine herrliche Überraschung war das gesungene Ständchen der Kinder des katholischen Kindergartens St. Rochus mit: “Danke Bardo, es war schön.“ Zuvor verabschiedeten ihn noch die Kinder des Amöneburger Kindergartens.

Herzlich dankte Pfarrer Dr. Jörg Swiatek für die langjährige Zusammenarbeit in vielen Bereichen der Gemeinde. Für uns ist die Entscheidung des Gemeindereferenten ein großer Verlust, für das Bistum ein Gewinn“, stellte mit Wehmut der Laudator fest.

Von der Erlösergemeinde Kastel bedankte sich Frau Pfarrer Sabine Katzmeier-Liermann. Vom Verwaltungsrat und Kirchenvorstand dankten mit je einer Blume, für die verschiedenen geleisteten Aufgabengebiete, die Frosch mit Herz und Verstand erfüllt hatte.

Vom Verwaltungsrat, Kirchenvorstand und Jugendgruppen, wurden zum Abschied ein „Ruhemöbel“ geschenkt, das aber erst noch zusammengebaut werden muss!

Eine Abordnung des ökumenischen Mittagstisches bedankten sich mit einer Einladung zum „Sieben-Gänge-Menü“. Die Damen des Mittagstisches werden hier speziell nur für ihn und seine Ehefrau kochen.

Mit Tränen in den Augen bedankte sich gerührt der scheidende Gemeindereferent: „Mit St. Rochus bleibe ich verbunden, weil es keine bessere Gemeinde gibt!“

(Herbert Fostel) - Foto: Klaus Lehne

 
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