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VdK-Kastel-Amöneburg feiert stilvoll und beschwingt 70. Jubiläum
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VdK-Kastel-Amöneburg feiert stilvoll und beschwingt 70. Jubiläum

Anläßlich des Frühlingsfestes mit einer 70-Jahr-Würdigung wurden die Mitglieder am 29.Juni vom jubilierende Ortsverband VdK Kastel/Amöneburg ins Kasteler Bürgerhaus eingeladen.

Zunächst frohlockte das klangvolle Landespolizei-Orchester Hessen, unter Leitung von Laslo Szabo, mit der mitreißender Marschmusik in „Jubel-Klänge.“

Nachgereicht wurden musikalische Genüsse aus bekannten Operetten „Maske in Blau“ sowie zahlreiche Filmmelodien mit einem beschwingten Benny-Goodman-Medley, die bei der Gästeschar großen Anklang fanden.

Ortsverbandsvorsitzende Anneliese Kern wies zunächst hin, daß diesmal die Veranstaltung als Benefizveranstaltung für die Nähgruppe „Traumfänger“ deklariert sei.

Die Nähgruppe hat sich durch die VdK-Selbsthilfegruppe „Morbus Ormond“ und „Fibromyalgie“ zusammengefunden. Diese nähen, häkeln und basteln ehrenamtlich für Frühchen und Sternenkinder. Emotionell und mit Stolz konnte die Festrednerin Anneliese Kern aus der unbeugsamen 70 jährigen Geschichte des Ortsverbandes berichten.

Zu den Ehrengästen zählten: Der Wiesbadener Sozialdezernent Christoph Manjura, AKK-Stadtrat Rainer Schuster, CDU-Stadtverordneter André Weck, Kasteler SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus Beuermann, stellv. Landesvorsitzender vom VdK Hessen-Thüringen Helma Schnell-Kretschmer und Kasteler Vereinsring-Vorsitzender Josef Kübler.

Vom Gründungsjahr 1950, unter ihrem 1. Vorsitzenden Otto Hackwarth. Die VdK-Gründungs-Mitglieder haben es sich zur Aufgabe gemacht, sich für alle Stände und Berufe, Parteischattierungen und Religionsbekenntnisse einzusetzen. Auch Bunte Abende, Omnibusfahrten und Weihnachtsfeiern gehörten zu den geselligen Veranstaltungen.

In den 60er Jahren wurde der „Versehrtensport“ eingeführt, dies wurde als Abteilung der TSG 1846 Kastel aufgenommen, mit Mitgliedern des VdK. Diese Abteilung besteht auch weiterhin.

Zu damaligen Zeiten gab es auch eine Laienspielgruppe der Ortsgruppe Kastel, unter Leitung von Gretel Gärtner und ihrer Tochter Ingrid. Sprechstunden als ständige Einrichtung wurden neben Veranstaltungen abgehalten.

1976 schloß sich die Ortsgruppe Amöneburg der Ortsgruppe Kastel an. In den 90er Jahren wurde der Rechtsschutz neu ausgerichtet. Der gesamte Bereich der Sozialversicherung und die Sozialhilfe wurden im Verband durch Beratungsangebote erweitert.

Seit 2008 ist Anneliese Kraft Ortsverband-Vorsitzende. Der Wandel von einer Selbsthilfeorganisation zu einem modernen Sozialverband vollzog sich auch nahtlos im Ortsverband Kastel/Amöneburg. Die Berater des VdK werden bestens geschult und können so den Mitgliedern, auch durch eigene VdK-Juristen weiterhelfen.

Jedes Jahr Veranstaltet der VdK-Ortsverband, Jahreshauptversammlung, Frühlingsfest, Oktoberfest im Bürgerhaus Kastel. Das beliebte Sommerfest findet seit 2009 auf Initiative des damaligen Vorsitzenden des Kasteler Kleingartenvereins Klaus Benermann auf dem herrlichen Vereinsgelände, diesmal am 3.August, Beginn: 15 Uhr, statt.

Helma Schnell-Kretschmar würdigte das 70-jährige ehrenamtliche Engagement des VdK-Ortsverbandes Kastel-Amöneburg im Verbund mit dem Sozialverband Hessen-Thüringen. Das Motto: „Wir laßen keinen allein! - Für uns ist jeder wichtig!“ wird auch vorbildlich vom Ortsverband auf allen Feldern umgesetzt.

Der VdK ist Garant für soziale Gerechtigkeit auch mit seiner Überzeugungskraft in der Öffentlichkeit. Dazu zählt der Appell für barrierefreie Einrichtungen. Das VdK-Markenzeichen ist sein kompetentes Ehrenamt auf allen Ebenen. Der Grundsatz: „Miteinander-Füreinander“ wird auch seit 70 Jahren im Ortsverband vorbildlich praktiziert, gehörte zum abschließenden Lob der Sozialverbands-Vorsitzenden.

Stadtrat Christoph Manjura übermittelte die Glückwünsche aus dem Wiesbadener Rathaus. Manjura wies auf das stolze 70-jährige Jubiläum des VdK Kastel/Amöneburg hin. Besonders Personenkreise zu unterstützen, die sich in Not befinden, wird auch vom VdK-Ortsverein mit viel ehrenamtlichem Engagement umgesetzt.

In hervorragender Weise wird in all den Jahren für Gemeinschaft und Geselligkeit Schwerpunkte gesetzt. Gerade in einer Zeit, in der „Einsamkeit“ eine immer größere Bedeutung hat, machen diese Angebote das Leben ein kleines Stück lebenswerter, hob Manjura hervor.

Seine Befürwortung galt auch der Einführung einer Grundrente. Auch in der Landeshauptstadt muß man sich dem Bericht „Hilfe- und Pflegebedarf älterer Menschen bis 2030“ stellen und entsprechende Konzepte entwickeln, forderte der Sozialdezernent. Dazu gehörte auch barrierefreier Wohnraum.

„Eine gute Entscheidung war und ist es sicherlich, die Altenpflege in kommunaler Trägerschaft zu belassen“ stellte er abschließend fest. Mit einer Geldspende dankte der Stadtrat, Vorstand und Organisatoren, für die Jubiläumsfeier und ihren täglichen ehrenamtlichen Einsatz.

Vereinsringvorsitzender Josef Kübler argumentierte u.a.: „Die Vereine tragen wichtige gesellschaftliche Funktionen, die durch den Staat nicht zu ersetzen sind. Es wäre wünschenswert, wenn jüngere Führungskräfte sich ehrenamtlich zur Verfügung stellen würde!“

Eine „furiose-gruselige“ getanzte Show, als bißige Vampire, im schrillen schwarz-glitzerndnen Outfit, bot effektvoll die Showtanzgruppe „Tanzrausch“ der CMS, unter Leitung von Katrin Golz. Standing Ovations mit gewünschter Zugabe, vom begeisterten Publikum, war der verdiente Lohn.

Eine niveauvolle und unterhaltsame „70 Jahr-Feier“ des VdK Kastel/Amöneburg, die nachhaltige Spuren hinterlaßen wird.

(Herbert Fostel) - Foto: Roland Kern

 
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