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Projektverlauf Kastel Ostfeld: Wo ist das versprochene transparente und faire Verfahren?
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Projektverlauf Kastel Ostfeld: Wo ist das versprochene transparente und faire Verfahren?

Wie aus der lokalen Presse zu entnehmen war, hat die Projektleitung Ostfeld und die SEG im Rathaus einen 853 Seiten starken Bericht übergeben, der den Stadtverordneten die Einleitung einer sogenannten städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme empfiehlt.

Es stand dort zu lesen, daß der Bericht allen Stadtverordneten, und betroffenen Ortsbeiräten zur Kenntnis gegeben sowie auf der Internetseite dein.wiesbaden.de veröffentlicht werde.

Nach der Sommerpause solle die Beratung in den Gremien starten. Fakt ist, daß auf der genannten Homepage aktuell kein Abschlußbericht zu finden ist und dem Vernehmen nach auch den Mitgliedern der Stadtverordnetenversammlung noch keine entsprechenden Unterlagen zugänglich gemacht wurden.

Transparenz steht bei dem Projekt Ostfeld an oberster Stelle! So formulierte es Projektleiter Joachim Mengden, neben der SEG-Geschäftsleitung verantwortlich für das Projekt, bei der Auftaktveranstaltung.

Halten wir im Gedächtnis: Anfang April 2019 wurde seitens der SEG ein sogenanntes „Strukturkonzept Ostfeld“ Interessierten vorgestellt. Das Strukturkonzept visualisiere angeblich die zukünftigen Siedlungs- und Gewerbeflächen wie die verkehrliche Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr das vorhandene Straßennetz.

Und dies alles, indem nur einem eingeweihten Kreis die dazu nötigen Gutachten, Unterlagen etc. bekannt waren. Der Planungsdezernent bei der Präsentation des Projekts:  

Die Bürgerschaft kann noch beim „Wie“ mitreden, aber das Ostfeld kommt. Basta. Also sind irgendwelche jetzt noch auftretenden, bislang unterdrückten Fakten für die Entscheidung der „Macher“ des Ostfeld bedeutungslos. Und was liegt bislang überhaupt konkret vor, auf was basierte die Entscheidung für das Strukturkonzept im April? Das ist bislang völlig unbekannt. Veröffentlicht wurde bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nichts.

Nicht ganz: Das wenige, was wir z.B. vom Klimagutachten in den öffentlichen Veranstaltungen gesehen haben, ist wenig aussagekräftig. Es wurde in der öffentlichen Veranstaltung am 30. Januar 2019 in der Hochschule RheinMain von Herrn Peter Trute (Geo-Net GmbH) das Zwischenergebnis Klima präsentiert.

Inzwischen stellt sich heraus, daß die gesamte Untersuchung die Auswirkungen der möglichen Bebauung unter Bedingungen untersucht, die morgens um 4 Uhr herrschen. Das ist die Uhrzeit, wo die Stadt am kühlsten ist und gleichzeitig die Kaltluftströme am stärksten sind.

Viel relevanter sind jedoch die Zeiten, in denen die Menschen in den Schlaf kommen wollen: um 22 Uhr, 24 Uhr, vielleicht auch um 2 Uhr. Wer um 4 Uhr noch keinen Schlaf gefunden hat, für den ist die Nacht sowieso gelaufen.

... das Verfahren, wie es mittlerweile betrieben wird, alarmiert uns ...

Die Initiative hat sich die Mühe gemacht, weitere Gutachten von GeoNET für Bauvorhaben zu recherchieren. Überall das gleiche Muster. Immer positive Voten pro Bebauung.

Auch ohne das Gutachten konkret gelesen zu haben, und das können bislang nur ganz wenige Eingeweihte, bestehen schon jetzt berechtigte Zweifel, ob damit den Bürgern in AKK und Mainz die Befürchtungen um ihre Versorgung mit frischer Luft genommen werden können.

Wir fordern alle Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung auf: Stimmen Sie nicht über das Ostfeld ab, ohne fundierte Informationen zu haben. Das gilt für Klima, aber auch für Verkehr, inkl. Flugverkehr, Lärm, Zu- und Abwasser und Boden- und Artenschutz. Ja, das Verfahren, wie es mittlerweile betrieben wird, macht uns mißtrauisch; mehr noch, es alarmiert uns.

(Dr. Gottfried Schmidt für die Aktionsgemeinschaft „Hände weg von Os/Ka“)

 
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