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Die Spitze eines Eisbergs
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Die Spitze eines Eisbergs

"Die Stadt ist Ewald Hetrodt zu Dank verpflichtet. Er wirkt mit seinem Buch an der Aufklärung mit. In den vergangenen Monaten habe ich im Revisionsausschuß mehrfach gesagt, daß die Themen, mit denen wir uns befaßen, nur die Spitze eines Eisbergs an Filz und Korruption sind.

Dafür bin ich oft kritisiert und hart angegangen worden, vor allem von der SPD. Aus meiner Sicht völlig zu Unrecht", kommentiert der Ausschußvorsitzende Robert Lambrou (AfD) das neu erschiene Buch "Die Unverfrorenen" des FAZ-Journalisten.

"Die AfD hat nach dem Einzug ins Wiesbadener Stadtparlament im Frühjahr 2016 schnell gemerkt, daß es in der Stadt Netzwerke gibt, die nicht zum Wohle der Stadt, sondern zu ihrem eigenen Wohle und auf Kosten der Stadt arbeiten", schildert Lambrou.

"Wir machen uns keine Illusionen über das Ausmaß von Filz und Korruption in der Landeshauptstadt. Die AfD-Fraktion im Wiesbadener Rathaus hat von Anfang an beschloßen, sauber zu bleiben", informiert Lambrou. "Das fängt zum Beispiel damit an, daß unser Fraktionsvorsitzender Dr. Eckhard Müller meines Wissen als einer von wenigen Politikern, teure Freikarten zu den Maifestspielen, dem Pfingstturnier und zum Ball des Sports konsequent ablehnt.

Stattdessen kämpft die AfD im Revisionsausschuß und im Beteiligungsausschuß an vorderster Stelle, um Licht ins Dunkel so mancher Auftragsvergabe zu bringen."

Lambrou schließt mit den Worten: "Wesentlich ist jedoch, in der Stadt Strukturen zu schaffen, die in Zukunft Filz und Korruption automatisch erschweren. Dazu gehört ein sehr starkes und unabhängiges Revisionsamt mit einem kompetenten Amtsleiter an der Spitze.

Ich halte es nicht für Zufall, daß die Stelle seit langem unbesetzt ist. Wenn man zudem sieht, wie schwer sich andere Fraktionen mit dem AfD-Vorschlag tun, in Wiesbaden eine Antikorruptionsstelle mit mehreren Vollzeitmitarbeitern zu schaffen, die in Frankfurt bereits seit Jahren existiert, dann muß ich leider skeptisch bleiben. Die AfD wird weiter Druck machen und Öffentlichkeit herstellen, sonst erlahmt der Aufklärungswille manch anderer Fraktion vermutlich wieder sehr schnell."

 
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