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Mahnende Toten-Gedenkfeier des Kasteler Vereinsrings
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Mahnende Toten-Gedenkfeier des Kasteler Vereinsrings

Bewegende Gedenkrede von Peter Muttke

Der staatliche Gedenktag wurde erstmals im Deutschen Reich (im März 1925) den Gefallenen des 1. Weltkrieges (1914-1918) gewidmet.

Der Kasteler Vereinsringvorsitzende Josef Kübler begrüßte am Volkstrauertag 17.11. Bürger zum Gedenktag auf dem Friedhof.

Mit Bedauern wurde von Kübler festgestellt, daß für die jüngeren Jahrgänge Gedenkfeiern nicht zu ihrem Lebensumfeld gehören.

„In der heutigen Zeit, in der Personen mit Gewaltdrohungen leben müßen, forderte der Vereinsringvorsitzende, die Regierung auf, nicht nur zu reden, sondern etwas zu unternehmen, es sei kurz vor 12:00.“

In einer bewegenden Rede des 2. Vorsitzenden der GHK, Peter Muttke, stand mahnendes Gedenken im Fokus.

 

An Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren, sowie den Menschen die verfolgt und getötet wurden, weil sie einer anderen Rasse zugerechnet wurden oder deren Leben, wegen einer Krankheit oder Behinderung als angeblich Lebensunwert bezeichnet wurden.

Zu den Opfern gehört in schmerzlicher Erinnerung auch das Schicksal derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben, erläuterte Muttke. Zum 80. Mal jährte sich der Beginn des 2. Weltkrieges, die Opferzahlen sprechen von 55 Millionen Toten.

Auch vor 75 Jahren fand der Untergang von Kastel mit vielen Opfern durch Bombenangriffe statt. Peter Muttke erinnerte an die Ausgebombten, die traumatisiert vertrieben aus ihrer eigenen Heimat, obdachlos in der eigenen Gemeinde ihr Leben fristen mußten.

Die Zeitzeugen der Kriege werden immer weniger, doch das Geschehen und Erlebte darf nicht vergeßen werden, galt die Mahnung. Deshalb ist der Volkstrauertag auch ein Aufruf zur Versöhnung, Toleranz und Frieden.

Mit Unverständnis wurde der NATO-Bündnispartner Türkei der als Vorwand der eigenen Sicherheit eine Minderheit im eigenen Land und im Nachbarland drangsaliert, vertreibt oder tötet. Hier sei die Staatengemeinschaft aufgerufen zu handeln. Peter Muttke appellierte zur Wachsamkeit, gegen Haßtiraden und nationalistischen Parolen.

Deshalb sollte man Gemeinsamkeiten suchen und vorleben. Im Anschluß an die Gedenkreden, wurden in Anwesenheit von AKK-Stadtrat Rainer Schuster, Kränze der Landeshauptstädte Mainz und Wiesbaden, des Kasteler Vereinsringes und des VdK Kastel-Amöneburg niedergelegt.

Flankiert von Fackelträgern der Freiwilligen Feuerwehr und Fahnenabordnungen der Vereine. Angemessene musikalische Begleitung boten die Kasteler Musikanten, unter dem Dirigenten Holger Müller.

(Herbert Fostel) - Foto: Stefan Grundel
 
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