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Neujahrsempfang Kleingärtnerverein Kastel
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Neujahrsempfang Kleingärtnerverein Kastel

Beim traditionellen Neujahrsempfang im Vereinsheim des Kleingärtnervereins Kastel konnte der Verbandsvorsitzende Klaus Beuermann u.a. Stadtrat Andreas Kowol in Vertretung von OB Gert Uwe Mende begrüßen. Einen umfassenden Rückblick nahm Beuermann vor.

Besonders die Fahrt zur Bundesgartenschau nach Heilbronn und die  Teilnahme am Wiesbadener Erntedankfest standen im Focus. Zu den Wünschen für das neue Jahr sollten zählen: „die Gabe aufeinander zu hören und die gegenseitigen Meinungen zu respektieren“.

Sein Appell galt für die finanzielle Unterstützung der Stadt zu Infrastrukturmaßnahmen. Die Kleingärtner leisten einen unschätzbaren Beitrag für die Pflege des öffentlichen Grüns. Erfreulich sei, daß im Haushalt der Landeshauptstadt Wiesbaden 130.000 Euro dafür verankert wurden.

„Kleingärten sind Horte der Artenvielfalt“ Das Insektensterben ist in aller Munde, es wird viel Geld für meist wirkungslose, zumindest nicht nachhaltige Feigenblattlösungen ausgegeben kritisierte der Verbandsvorsitzende. Die Imker zeigen, wo heute für die Insekten noch etwas zu holen ist: sie ziehen mit ihren Völkern in die Siedlungsgebiete!

Gerade Kleingärten mit ihrer hohen Vielfalt an Pflanzen und dauerhaften Strukturen sind Horte der Biodiversität und erhalten Lebensqualität in Städten. Sie sind die Antwort auf den Klimawandel. Zudem wird durch die Gartenordnungen eine naturgemäße Bewirtschaftung der Parzellen gesichert.

Dazu gibt es Fachberatungen durch den Stadt- und Kreisverband und durch den Landesverband Hessen der Kleingärtner. Von der Klimaerwärmung werden die Ballungsräume stärker betroffen als grünere, und damit kühlere Umland, wies Beuermann hin.

Nicht umsonst fordern vorausschauende Stadtplaner und Architekten „Mehr Grün in der Stadt!“ Mit Nachdruck wies der Verbandsvorsitzende darauf hin, Kleingärten als Grünflächen schaffen, die ein Bollwerk mit Lebensqualität gegen den Klimawandel sind“.

Es wurde auch festgestellt, daß Kleingartenorganisationen keine „Hobbygärtnervereinigungen“ sind, sondern „grüne Sozialverbände“, die auch materiell schlechter gestellten Menschen die Pacht eines eigenen Gartens ermöglichen. Aus diesen wohlverstandenen Gründen ist die Unterstützung und Förderung vom Land Hessen und der LH Wiesbaden notwendig, resümierte der Vorsitzende Klaus Beuermann.

(Herbert Fostel)

 
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