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KCK erobert Kurfürstliches Schloß
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KCK erobert Kurfürstliches Schloß

In einem wahren vierfarbbunten Triumphzug gab der Karneval- Club Kastel (KCK) am 15.02. seine närrische Reverenz im Kurfürstlichen Schloß in Mainz.

Ein Hauch von Nostalgie erinnerte in der historischen Residenz, als 1950 einst der KCK-Vorläufer, Atlanta- Club, mit der „Goldenen 6“ (rechtsrheinische Korporation) ihre närrische Präsenz bekundeten.

Als Chef des Protokolls bekannte sich damals der Club-Mentor Rolf Braun solidarisch zur Vaterstadt Mainz.

Im restlos ausgebuchten stimmungsvollen Saal bot der KCK ein Spitzenprogramm in allen vierfarbbunten Facetten. Wortgewaltiges aus der Bütt, Kokolores auf meenzerisch, politisch-literarische Fastnacht vom Feinsten, mitreißendes Show-Ballett, schwungvolle Musik mit der Club-Kapelle Sound-Check und Gesangseinlagen. Spontan und eloquent brillierte der Verseschmied Bardo Frosch als Sitzungspräsident.

Mit einem Fastnachts-Medley brachten die fabelhaften Fuego-Balletteusen vom TV Kostheim, Leitung: Simone Quindt, Melanie Quindt den Saal zum Brodeln. Bardo Frosch als Protokoller mit seinen wohlgewählten Versen in alle politischen Richtungen erhielt vom Auditorium Standing Ovations, besonders zu dem Possenspiel in Thüringen, zur Kirche:

„Die Kerch hat ihren Kredit verspielt. Ich bitt moi Kerch, tut nit mehr kusche und laßt konservative Knoche ihr sauer Supp alleine koche“. Zum Klimawandel orakelte Frosch, unter viel Gelächter, daß Holland in Fluten versinken kann. „Mir könne nie mehr Holland schlage! - Nur ons wär gut, ihr könnt’s erahne, kein Wohnwage mehr uff Autobahne“!

Sehr dankbar vom Auditorium angenommen wurde der KCK-Newcomer „Marcel Jakobi“ mit seinen Kokolores-Schilderungen einer Kreuzfahrt mit nervenden Oma und Opa. Närrische Feuertaufe bravourös bestanden!

Als putzige Gartenzwerge entfachten die Eisbären, Leitung: Christopher Ludwig und Timo Brandmüller, mit viel Leidenschaft und Temperament tosenden Beifall!

Das umjubelte KCK-Symbol „Moguntia“ alias Johannes Bersch, zog alle Register über Politik und ungereimtes Alltagsgeschehen pointiert aus seinem unerschöpflichen Füllhorn, die er auch bei „Mainz wie es singt und lacht“ parodieren wird.

Das Büttenass Alexander Leber strapazierte die Lachmuskeln gehörig mit seinem Kokolores-Vortrag als eiserner „Pfennigfuchser“. Faszinieren konnte Troubadour Thorsten Ranzenberger mit seiner Hommage auf Mainz. Bei seinem Schwellkoppträger-Dauerbrenner durften auch die großen und kleinen Meenzer Schwellköpp, zur Begeisterung der Narrenschar, nicht fehlen.

Das Ballett Elementrix war mit einer phantastischen glitzernden 20er-Jahre-Choreografie, Leitung: Isabel Hofmann, Selina Hofmann, Eva Fiedler, ein „Augenschmaus“. Auch für den stolzen Vater, den Mainz 05-Vorsitzenden Stefan Hofmann.

Die gefeierten Erz-Komödianten Horst Siegholt und Pit Karg lösten in ihren Paraderollen als Alkoholiker, Herrn Filzbacher und Dr. Fred von der Flachzange umwerfend und doppelsinnig zum Thema Fußballsport riesige Lachsalven aus.

Die „Tramps vun de Palz“, Dirk Loomanns und Reinhard Schwarz begeisterten mit Mimik und Wortspiel. Die Texte stammen aus der Feder von Ehrenpräsdent Jürgen Müller.

Nicht zu bremsender Einheizer war Stimmungssänger Stefan Persch im zweiten Teil. Grandios glänzte auch das Komitee mit Strohhut und Hosenträger in Look der 20er. Für ein unvergeßliches Überraschungsmoment sorgte der spontane Heiratsantrag vom Komitee-Sprecher Eckhard Menneke an seine überraschte Lebensgefährtin Sabine Hauck, in Club-Ehrenformation-Uniform, mit roten Rosen auf der närrischen Rostra. Nach dem „Ja“ der Braut trabten auch die Komiteeter mit 11 Herz-Luftballons als Gratulanten an.

Die nicht zu toppenden KCK-Altrheinstromer, Uwe Hager, Thomas Wucher, Andreas Mayer konnten als drei Dienstleister mit ihrem Radl Hochstimmung auslösen, was eine schwungvolle Komitee-Polonaise zur Folge hatte. Der Deutsche Michel Bernhard Knab konnte aktuell und bißig manchem Schauspieler aus dem Zeitgeschehen gehörig die Leviten lesen. Dazu gehörte auch die AfD.

Lachsalven in Folge löste der top Entertainer und KCK-Aktive Dr. Markus Weber, in seiner Darstellung als 115-jähriges Fräulein Baumann aus. Pralle Farben, gewagte Akrobatik mit ihrer atemberaubenden und effektvollen Ballett-Show aus dem Spielzeugladen bot die Gruppe Fit for Dance, Leitung: Katrin de Joung, Sarah Wenselowski. Mit einem überschäumenden Finale mit KCK-Eigengewächsen gehörte auch passend die KCK-Hymne: „Ach, das war wunderbar heute beim KCK. Ja das war Fassenacht!“

Zuständig waren für Programm Werner Böttner, Regie Stefan Grundel mit TuB (Technik und Bühne). Das KCK- Präsidium plant auf Grund der überwältigenden Besucher-Resonanz, auch in der kommenden Kampagne 2021, eine Fremdensitzung im Kurfürstlichen Schloß abzuhalten.

(Herbert Fostel) - Foto: Marita Klemt

 
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