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Der Corona-Virus und die Vorsichtsmaßnahmen
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Der Corona-Virus und die Vorsichtsmaßnahmen

Der Coronavirus ist nicht nur für umliegende Länder ein Problem, auch in Deutschland wird nun geregelt, geregelt, geregelt…

Alle Schulen, Kitas und Horte werden geschloßen - Veranstaltungen mit mehr als 75 anwesenden Personen werden untersagt - Alle städtischen Verwaltungsgebäude werden für den Publikumsverkehr geschloßen - Das Peter-Cornelius-Konservatorium wird geschlossen - Trauerfeiern in den Trauerhallen der städtischen Friedhöfe werden auf maximal 30 Personen begrenzt - alle öffentlichen Sportstätten erden geschlossen - Bäder werden geschloßen usw. usw. usw.

Daß es sich hierbei um reine Panikmache handeln könnte, kam mir in den Sinn, als ich folgendes zu hören bekam:

Eine Patientin (75) aus Bad-Soden und deren Familie erlebte es in der Uni Mainz:

Wenn man den Umgang, der UNI-MAINZ, mit einer Patientin, (75) und der selbtverständlich notwendigen Unterstützung, einer zweiten Person (Tochter mußte Urlaub nehmen) seit dem 07.03.2020, live, bunt und in Farbe miterlebt hat, glaubt es nicht!

Samstag den 07.03. bekommt die Familie, aus Bad-Soden einen Anruf, der Uni-Mainz, daß für die 75-jährige eine Einweisung vorliegt und die Betroffene sich am Montag, den 09.03., bis spätestens 17.30Uhr, in der Mainzer Uni, wegen versicherungstechnischen Gründen einzufinden hätte, da es sich um eine Noteinweisung handele.

Die Tochter, nach Feierabend (16Uhr) die bereitstehende, halb blinde Mutter fix ins Auto geladen und ab auf die A66, in den Top Feierabend-Verkehr. 17.30Uhr sind sie wahrlich in der Notaufnahme, der Uni.

Nach 90 Minuten, mit zig Patienten-Kontakten. Beide wartend, nach gefühlten ca. 200 im Flur  vorbeilaufenden, wechselden Personen, und einigen Augentropfen um 21Uhr die Mitteilung, die stationäre Aufnahme sei am Do., den 12.03. um 8.00Uhr!

Mittwoch 11.03. ein kurzer Anruf der UNI: Morgen Früh reicht auch 8.30 Uhr, an Utensilien für 2-3 Tage denken!

Donnerstag 12.03. 7.30Uhr, A66, durch fast freie Fahrt pünktliche Ankunft: es werden 5 Seiten Anamnese Vordruck ausgefüllt, von einer fast nichts mehr sehenden 75 jährigen gefordert, deren Tochter, zum Glück dabei ist und die 5 Blätter mit der Frau, auf dem Flur der Notaufnahme ausfüllen kann. Auch hier wieder viele Kontakte im Vorbeigehren durch Ärzte, Patienten, Personal

Danach werden die beiden, nacheinander auf drei falsche Stationen geschickt, wo sie wechselnd, von Wartezimmer auf den Flur geschickt warten!

Nach zig Patienten- und Personal-Kontakt; auf den ersichtlich falschen Stationen endlich, um 11Uhr auf der richtigen Station, noch mal wartend aus dem voll besetztem Wartezimmer, auf den Flur geschickt, trotz dem dringenden Einweise-Termin!

Es machen sich jetzt streßbedingt, natürlich altersbedingte Einschränkungen der 75 jährigen bemerkbar.

Um 12.30 Uhr bekommt die tapfere 75jährige ein 3-Bett-Zimmer zugewiesen und die Tochter,
kann total erschöpft zurück nach Bad-Soden, wo der ebenfalls betagte Vater, mittlerweile mit einem Zuckerwert, von knapp 500 ungewohnt und alleine wartet!

Die Tochter hat Urlaub bekommen, um der angeblich nicht geringen Wahrscheinlichkeit zu entgehen, auf dem Mainzer Uni-Gelände einer Ansteckung, von was auch immer, nun in den Schoß von Bad-Soden bringen zu können.

Um ca. 15 Uhr kommt ein Anruf aus der Uni, daß Morgen 13.03. direkt früh eine Not-OP, an den Augen, der Patientin stattfindet. Was natürlich eine sonntägliche Entlassung, von der ich aus Klinikseite her, noch nie gehört habe, ausschließt!

Wie hoch ist der Wahrscheinlichkeit nach das Ansteckungs- Potenzial über diese 2 Tage Dauer mit dem x maligen Stationswechsel, nur von der Tochter, den Vater infiziert zu haben?

Sind die Vorsichtsmaßnahmen doch nicht so richtig und/oder wichtig oder was?

Dieser Text ist aktuell und entspricht der Wahrheit!

(P. O. Gierth)

 
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