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Polizeieinsatz in der Langenbeckstraße - Ermittlungen und Nachsorge fortgeführt
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Polizeieinsatz in der Langenbeckstraße - Ermittlungen und Nachsorge fortgeführt

Mainz, Langenbeckstraße, Am Montagnachmittag (30.03.20) ist es in der Langenbeckstraße, wegen einer gemeldeten Bedrohungslage, zu einem Großeinsatz der Polizei gekommen. (wir berichteten)

Nach ersten Zeugenaussagen und Erkenntnissen hat die Mainzer Polizei annehmen müßen, daß sich eine männliche Person mit Schußaffe und Munition in einem Mehrfamilienhaus aufhält und droht mehrere Menschen und "jedem der sich ihm in den Weg stellt" zu erschießen.

Die Polizei muß solche Mitteilungen immer ernst nehmen und stuft auf Grundlage der vorliegenden Informationen, den polizeilichen Einsatz am Montagnachmittag als Verdacht einer sogenannten "Lebensbedrohlichen Einsatzlage" ein.

Die Polizei leitet dabei bereits in einer frühen Phase, aufgrund zunächst geringer Erkenntnisse,umfangreiche Maßnahmen zur Gefahrenabwehr ein. Am Montagnachmittag legen die Einsatzkräfte teilweise eine besondere Schutzausstattung an und sperren den Gefahrenbereich großräumig ab.

Auf Grund der Tatsache, daß Zeugen den mutmaßlichen Täter lediglich gehört, aber nicht gesehen haben, wird dieser zunächst nicht genau lokalisiert. Es ergeben sich jedoch Hinweise auf eine konkrete Etage und eine bestimmte Wohnung in dem Mehrfamilienhaus.

Diese Wohnung wird nach Abwägung aller vorliegenden Informationen, durch die Beamten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) geöffnet und die darin befindliche Person zunächst festgesetzt. Da das SEK von einem bewaffneten Täter ausgeht, wird die Wohnung sehr schnell betreten und die darin befindliche Person sofort festgesetzt. Hierbei geht es vor allem darum, Gefahren sofort zu minimieren.

Es stellt sich jedoch schnell heraus, dass es sich bei der Wohnung um die eines unverdächtigen Nachbarn handelt und der Täter in der Wohnung unmittelbar daneben vermutet wird.

In der unmittelbar danach geöffneten, richtigen Wohnung, trifft das SEK keine Personen an.

Nach dem Ende des Einsatzes und dem Ausschluß einer echten Bedrohung, wird der erste Wohnungsinhaber nochmals von zwei Polizeibeamten besucht und der Einsatzablauf und die polizeiliche Vorgehensweise erläutert.

Eine erfahrene Polizeibeamtin drückt dem sichtlich beeindruckten Mann, das Bedauern der Polizei über diese Verwechslung aus. Gemeinsam wird der Schaden an der Wohnungstür begutachtet und der Wohnungsinhaber über die weitere Vorgehensweise aufgeklärt.

 
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