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FDP Bei der AWO müßen endlich alle Karten auf den Tisch
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FDP Bei der AWO müßen endlich alle Karten auf den Tisch

Nach den neuesten Enthüllungen in der Wiesbadener AWO-Affäre fordert die FDP den Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt dazu auf, endlich alle Karten auf den Tisch zu legen:

Stückchenweise kommen immer neue Details ans Licht. Das Netz aus Gefälligkeiten und daraus entstehenden Abhängigkeiten wird immer deutlicher. Dabei gibt die AWO immer nur dann ihr Fehlverhalten zu, wenn ein Abstreiten aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse sinnlos erscheint.

Damit muß jetzt Schluß sein. Die AWO Wiesbaden muß offenlegen, mit welchen Politikern und Amtsträgern und ihren nahen Angehörigen Beschäftigungsverhältnisse und/oder Werkverträge bestanden oder bestehen.

Die Freien Demokraten erwarten vom Magistrat, daß er endlich zur Aufklärung der Affäre beiträgt. Jetzt rächt sich auch, daß sich der Oberbürgermeister und der Sozialdezernent in der Öffentlichkeit zwar als Chefaufklärer präsentieren, aber es bisher nicht einmal für nötig erachteten, direkt bei der AWO anzufragen, um beispielsweise die umfangreichen, im Revisionsausschuß beschloßenen Fragenkataloge zu beantworten.

Eigentlich sollte man glauben, daß der Magistrat, der jedes Jahr Millionenbeiträge an die AWO auszahlt, ein besonders hohes Interesse haben sollte, die korrekte Mittelverwendung sicherzustellen.

Die Freien Demokraten hatten bereits im vergangenen Jahr gefordert, sämtliche Verlängerungen von Leistungen und Neuvergabe von Aufträgen an die AWO zu stoppen, bis glaubhafte Anstrengungen zur Aufklärung der Affäre und ein personeller wie moralischer Neuanfang umgesetzt wurde.

Stattdessen hat die Stadt im Jahr 2020 mindestens einen weiteren Vertrag mit der AWO geschloßen. Damit nimmt die Stadt den Aufklärungsdruck von den Verantwortlichen der AWO. Es ist Zeit, daß Oberbürgermeister Mende und der Magistrat ihren Ankündigungen Taten folgen laßen, statt den Prozeß zu verschleppen.

 
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