Täglich aktuelle Nachrichten aus AKK, Mainz und Wiesbaden

Akk Zeitung

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Wildgänsefamilie in Not
E-Mail PDF

Wildgänsefamilie in Not

Zu einem aufsehend erregenden Einsatz der besonderen Art kam es am Samstagnachmittag in der Mainzer Altstadt. Dort hatte eine Gänsefamilie wohl einen Familienausflug in die Mainzer Innenstadt geplant.

Gemeinsam mit ihren Jungtieren war das Nilganspärchen im Bereich Römerwall in den Verkehr geraten. Über mehrere Notrufteilnehmer wurde der Feuerwehrleitstelle eine Gänsefamilie auf der Straße gemeldet, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in diesem Bereich führte.

Die Feuerwehr Mainz welche zur Tierhilfe alarmiert wurde traf vor Ort eine zerstreute Gänsefamilie im Kreuzungsbereich an. Die noch flugunfähigen Junggänse hatten wohl noch so ihre Probleme mit der Verkehrserziehung der Elterntiere. Durch die Besatzung des Kleinalarmfahrzeuges der Feuerwehr konnten die Sprösslinge eingefangen werden.

Die Verhaftung der Elterntiere gestaltete sich dagegen eher schwierig. Auch die Polizei, welche zwischenzeitlich den Verkehr regeln mußte, um eine Gefährdung der Einsatzkräfte und der jungen Wildgänse auszuschließen konnten bei der Festnahme nicht behilflich sein.

Nach mehreren Versuchen wurden die Fangversuche abgebrochen und der Plan die Jungtiere gemeinsam mit den Elterntieren an den Rhein zu fahren aufgegeben. Um eine Familienzusammenführung allerdings nicht gänzlich zu untersagen wurden die kleinen Racker dann in einer Parkfläche des angrenzenden Volksparkes von der Feuerwehr freigelassen.

Glücklicherweise hatten die Eltern ihre kleinen stets im Blick, sodaß diese kurze Zeit nach dem freilassen der Gänsekinder, diese wieder in Empfang nehmen konnten.

Durch die Feuerwehr wurde den Wildgänsen eine mündliche Verwarnung ausgesprochen mit der bitte sich zukünftig vom Straßenverkehr fernzuhalten. Nachdem sich die Gänsefamilie von ihren Rettern verabschiedet hatte, watschelten sie gemeinsam in Richtung Wiese davon. Zu hoffen bleibt, daß die nächste Verkehrserziehung der Gänse außerhalb des Innenstadtbereiches stattfindet.  

(Sebastian Schmitt)

 
Regionale Werbung
Banner

Gerade aus dem Ticker

Diese Frage stellt sich

Richter: "Sie können wählen zwischen 20 Tagen Gefängnis oder 2.500 Euro."
Angeklagter: "Dann nehme ich natürlich das Geld."

Banner