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Offener Brief

Sehr geehrte Damen und Herren der AZ-Redaktion Mainz, sehr geehrte Frau Petra Jung,
 
ich nehme Bezug auf Ihren Kommentar „Es geht anders“ in der Allgemeinen Zeitung am 06.07.2020 zum angenommenen AfD-Antrag im Ortsbeirat Mainz-Gonsenheim, in dem Sie eine Handlungsempfehlung an die von Ihnen so bezeichneten „unzweifelhaft demokratischen Parteien“ richten, alle AfD-Initiativen unabhängig vom Inhalt abzulehnen.
 
Wie demokratisch diese Parteien sind, beweisen sie seit dem Einzug der AfD in den Bundestag dadurch, dass sie der größten Oppositionsfraktion bis heute die Vizeposition des stellvertretenden Bundestagspräsidenten verweigern, obwohl diese Funktion der AfD gemäß Geschäftsordnung und demokratischen Grundprinzipien zusteht.
 
Die AfD-Stadtratsfraktion und alle fünf AfD-Vertreter in den Ortsbeiräten in Mainz zeigen seit einem Jahr klar und deutlich, dass sie konstruktive Sachpolitik betreiben. Für uns ist das Wohl der Mainzer Bürger entscheidend. Wir bewerten Anträge ausschließlich nach ihrem Inhalt, nicht nach den Antragstellern. Leider lassen Sie in Ihrem einseitig gefärbten Kommentar jegliche Objektivität vermissen.

Auch im zu Grunde liegenden Artikel kommt die AfD selbst überhaupt nicht zu Wort. Sie praktizieren damit reinen Meinungsjournalismus, ohne sich zumindest die Mühe zu geben, eine gewisse Neutralität zu wahren. Offenbar ist das die Art von Demokratie und Pressefreiheit, die Sie sich wünschen.
 
Die AfD möchte Ihr persönliches Recht auf freie Kommentierung in keiner Weise einschränken. Wir appellieren allerdings an gewisse Grund- und Qualitätsprinzipien journalistischer Arbeit, die für eine funktionierende Demokratie elementar sind.

Erlauben Sie mir abschließend noch den Hinweis, dass der von Ihnen hergestellte Zusammenhang von AfD und „Naziaufmärschen in Gonsenheim“ absurd ist. Solche haltlosen Plattitüden zeugen nicht nur von erschreckender historischer Ahnungslosigkeit, sondern sind auch ein unlauterer Versuch die demokratisch gewählte Opposition zu verunglimpfen.  
 
Hochachtungsvoll: Stephan Stritter, Stadtrat und stellv. Fraktionsvorsitzender

 
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