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Einschränkungen des SEM Ostfeld durch Lärmschutzzonen
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Einschränkungen des SEM Ostfeld durch Lärmschutzzonen

Die Stadtverordneten sollen über eine SEM entscheiden, ohne vorzulegende Ergebnisse von Prüfaufträgen, die sie selbst beauftragt haben.

Sie würden damit bewußt Verantwortung tragen für eine SEM, die so nicht gebaut werden darf und neu zu planen ist. Die berechneten Flächen für Lärmschutzzonen Tag und Nacht, die sich südlich direkt der APZ 1 und 2 anschließen, in einer Länge von 870m und einer Breite von bis zu 210m, sind aus der Satzung für die SEM herauszunehmen.

Geschieht dies nicht, ist die Satzung wegen Verfahrensfehler ungültig. Verantwortungsvoll wäre, die definitiven Ergebnisse des eigenen Prüfauftrages abzuwarten, die ähnlich ausfallen werden, um dann eine rechtlich abgesicherte Entscheidung zu fällen.
Verantwortlich für das Zusammentragen der Fakten: Michael Dirting

Einschränkungen des SEM Ostfeld durch Lärmschutzzonen um bis zu 13,5-18,0 ha oder 20-26% der Bruttobaufläche.

Begründung:

Mit Beschluß Nr. 0621 der Stadtverordnetenversammlung vom 12.12.2019 über das Ergebnis der vorbereitenden Untersuchungen wurde der Magistrat u.a. mit folgendem Prüfauftrag beauftragt.

6. Bis zur Vorlage des unter Ziffer 3 genannten Entwurfs einer Satzung sollen folgende Punkte geklärt und die Ergebnisse vorgelegt werden:

6.1 a) das Ergebnis der Prüfung des Landes Hessen zur Ausweisung eines Lärmschutzbereichs nach § 4 (1) Nr. 3 FluLärmG unter Berücksichtigung der tatsächlich auf der Airbase stationierten Flugzeugtypen und der maximal zulässigen Anzahl von Flugbewegungen, b) die Vereinbarung mit den zuständigen Stellen (US Army/Bundesanstalt für Immobilienaufgaben/Bundeswehr) zur Verlegung der Sichtflugrouten, (etc.)

Feststellungen:
Auch aus den aktuellen Unterlagen, die angefügt sind und aus dem Satzungsentwurf der Stadt Wiesbaden zum Ostfeld Seite 34-35, ist festzustellen, das dem Prüfauftrag der Stadtverordnetenversammlung zu keinem Zeitpunkt ernsthaft gefolgt wurde.

Es ist alleine das Bemühen zu erkennen, ein Lärmgutachten zu vermeiden und wenn überhaupt dieses auf einen Zeitpunkt zu verschieben, zu dem schon über das Ostfeld als SEM entschieden ist. Bis dahin will man sich mit allgemeinen Einschätzungen zum Lärm und zu möglichen Verlegung von Sichtflugrouten zufriedengeben.

Auf Seite 2 der Anlage 1 zur SV NR 20-V-04-0007 wird zumindest anerkannt, daß ein Lärmschutzbereich mit einem Zeithorizont von 10 Jahren zu berechnen ist. Gehandelt aber wird nicht, weil man die Ergebnisse lieber nur selbst einschätzt um nicht vor einschränkende Fakten gestellt zu werden.

Unrichtig sind die Ausführungen zum äquivalenten Dauerschallpegel außen (LAeq), die zur Einrichtung von Lärmschutzzonen gemäß §2 Fluglärmgesetz für den Fall eines bestehenden militärischen Flugplatzes führen. Richtig ist in der Tag-Schutzzone 2: LAeq Tag = 63 dB(A) Bewußt weggelassen wurde aber die Nacht-Schutzzone: LAeq Nacht= 55dB(A) und/oder L Amax = 6 mal 57dB(A).

Das Ergebnis einer ersten berechneten und nicht geschätzten Lärmberechnung nach den vorgeschriebenen Verfahren AzB08 nach Vorgabe des Prüfauftrages der Stadtverordneten für den 10-jährigen Zeithorizont läßt mit großer Wahrscheinlichkeit erwarten, daß die Tag- und Nachtschutzzonen westlich des Flughafens Erbenheim eine Fläche von 13,5- 18ha (ca 25%) des vorgesehenen Baugebietes umfaßen.

Dabei wurde angenommen, daß die Sichtflugrouten bereits verlegt sind und die Angaben unter Anlage 3 Aviation Routes USAREUR, Wiesbaden Aviation Operations / Flugrouten ansonsten korrekt auch in den Flughöhen über Grund (Ostfeld) dargestellt sind. Desweiteren wurde sowohl das jetzige stationierte Fluggerät als auch mögliche Nachfolger für den 10-jährigen Horizont gewählt. So zum Beispiel der SB-1 Defiant von Skorsky-Boeing und der V-280 Valor von  Bell Helicopter.

Michael Dirting, Walkmühlstraße 54, 65195 Wiesbaden

 
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