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Thema: „City-Bahn“
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Thema: „City-Bahn“

Aus der Rede des Oberbürgermeisters:
„Die CityBahn vernetzt die Region und würde identitätsstiftend für den ganzen Raum sein, weil sie Wiesbaden in zwei wichtige Richtungen anbindet, nach Mainz und in den Rheingau-Taunus-Kreis.“

Aus Text für Bürgerentscheid:
„Soll der Verkehr in Wiesbaden, …, durch eine leistungsfähige Straßenbahn (CityBahn) von Mainz kommend über die Wiesbadener Innenstadt bis Bad Schwalbach weiterentwickelt werden, …?“

Haben sich die Wiesbadener Stadtverordneten in weiser Voraussicht nicht auf eine bestimmte Spurweite festgelegt oder ist es gar Kalkül, daß jetzt für eine Schmalspurbahn geworben wird, die außer nach Mainz, lediglich noch ein Stück in den Rheingau-Taunus-Kreis führen soll?! Diesen Mangel haben übrigens bereits andere, weiter nördlich gelegene Kommunen erkannt und fühlen sich entsprechend abgehängt.

Ein echtes Verbundnetz schafft man so nicht, sondern lediglich monopolartige Strukturen und dies eher weniger zum Vorteil der Nutzer!

Nur eine Bahn in Normalspur nutzt alle Möglichkeiten, da sie beispielsweise wie die „Stadtbahn“ in Karlsruhe oder die „City-Bahn“ in Chemnitz, auch Teile der vorhandenen DB-Strecken befahren darf, wodurch eine wesentlich höhere Vernetzung erreicht wird!

Ein Beispiel hierfür:

Den Wiesbadener Hauptbahnhof einmal als Ausgangspunkt genommen, besteht bereits jetzt ohne große technische Änderungen die Möglichkeit, eine „Ringlinie“ aufzubauen, die über Kastel und Kostheim nach Bischofsheim führt.

Von dort geht es weiter, immer noch umsteigefrei, über Gustavsburg zum Mainzer Hauptbahnhof, hier auch mit der Schnittstelle zur „Mainzelbahn“ und über die Kaiserbrücke zurück zum Ausgangspunkt.

Nach Fertigstellung der Neubaustrecke besteht dann die Möglichkeit direkt bis in die Wiesbadener Innenstadt zu fahren. Gleiches gilt logischerweise auch für die Gegenrichtung.

Viele Schnittpunkte erlauben somit den Wechsel zu anderen Verkehrsträgern und in die jeweils gewünschten Richtungen.
Zusätzliche Haltepunkte die „nur“ für die neue Stadtbahn auf den DB-Strecken eingerichtet werden, erhöhen die Akzeptanz der Nutzer, insbesonders wenn weitere Anschlüsse und/oder Park and Ride-Plätze das Angebot vervollständigen!

Vom Aussehen her, bestehen zu den derzeit geplanten meterspurigen Straßenbahnen nur marginale Unterschiede und sind nicht zu vergleichen mit dem Bild der normalen DB-Züge. Diese neuen auch Tram-Train genannten leichten Fahrzeuge in Normalspur sind, wie es der engl. Name sagt, Straßenbahn und Zug zugleich.

Ihre Vorteile spielen sie unter anderem dort aus, wo der Bau von Wendeschleifen nicht möglich ist, da sie als 2-Richtungszüge mit beidseitigen Türen auch auf einem Stumpfgleis die Richtung wechseln können. Nicht die Fahrgäste müßen umsteigen, was bei dem Beispiel für den Richtungswechsel in Bischofsheim notwendig wäre, sondern lediglich der Fahrzeugführer wechselt die Position!

Zum Argument der in Mainz vorhandenen Infrastruktur für Wartung und Reparatur der Fahrzeuge, ist festzuhalten daß es seit 2018 im Industriepark Kalle-Albert eine Schienenfahrzeug-Werkstatt der „HLB“ für normalspurige Bahnen gibt, die Möglicherweise diesen Part übernehmen kann?!

Wie es scheint, kommt es vermutlich dennoch zur „Übernahme“ der „Mainzelbahn“ nur unter dem neuen Label „City-Bahn“, wenn eine Angelegenheit von solcher Tragweite, nicht nocheinmal vorbehaltlos und neutral unter die Lupe genommen wird, inklusive der rechtzeitigen und vorurteilsfreien Information der Bevölkerung!
Info-Touren mit der „Mainzelbahn“ können leicht begeistern, wenn man nur diese Fahrzeuge und ihre Möglichkeiten kennen lernt!

Wohlgemerkt: Der Bau und Betrieb einer neuen Bahn soll nicht verhindert werden, denn er macht absolut Sinn und ist auch unter Umweltaspekten unbedingt erforderlich!

(Walter Röder)

 
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