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Citybahn-Abstimmung - Der zweite Schritt sollte erst nach dem ersten erfolgen
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Citybahn-Abstimmung - Der zweite Schritt sollte erst nach dem ersten erfolgen

Am 1.11.2020 stimmen wir AKKler und die wiesbadener Bürger über die City-Bahn ab: Soll sie gebaut werden oder nicht? Um dies zu beurteilen, sollte aber nicht nur die geplante City-Bahn betrachtet werden, sondern auch alle anderen Bereiche, die zum Verkehr gehören.

Ich werde ich am 01.11. gegen die City-Bahn stimmen. Dies sieht nach endgültiger Ablehnung aus, ist es aber nicht. Meine Meinung, daß wir zuerst eine umfaßende Verkehrsplanung brauchen und danach erst über die City-Bahn abstimmen wollen, kann ich nicht auf den Stimmzettel schreiben, da dieser durch den Zusatz ungültig würde.

In den vor der Automobilisierung in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erbauten Stadtteilen sind die engen Straßen beidseitig von Autos der Bewohner zugeparkt, lediglich in der Mitte der Straßen ist noch eine einspurige, enge Durchfahrtsmöglichkeit.

Manche Bewohner suchen an den Feierabenden bis zu einer Dreiviertelstunde nach einem freien Parkplatz. Müllabfuhr, Paketdienste und größere Fahrzeuge haben allergrößte Schwierigkeiten, was in der vergangenen Woche in der Mathildenstraße in Kostheim zu einem Unfall der Feuerwehr führte, als diese während der Fahrt zu einem Einsatz ein geparktes Auto aufschlitzte.

Diese katastrophale Situation wäre mit Parkdecks in den alten Stadtteilen vermeidbar gewesen, aber statt Parkdecks wurden und werden Wohnungen oder Reihenhäuser auf freiwerdenden, verkehrsgünstig gelegenen Parzellen errichtet.

Diese, nicht die Bedürfnisse der Anwohner berücksichtigenden Maßnahmen sind Fehlplanungen, wofür sowohl das Stadtplanungsamt, derzeit unter Dezernent Kessler (CDU), als auch das Straßenverkehrsamt, derzeit unter Dezernent Kowol (Grüne), die Verantwortung tragen.

Auf die Parkdecklösung angesprochene Anwohner in Alt-Kostheim waren einhellig der Meinung: „Das ist eine gute Sache, da mache ich mit!“

Baumaßnahmen sollten sich aus einem allumfaßenden, in die Zukunft gerichteten Verkehrsplan ergeben, in welchem auch die City-Bahn und die Parkplätze in den alten Stadtteilen berücksichtigt sind.

Eine solche Verkehrsplanung vermiße ich in Wiesbaden. Stattdessen erscheint mir die Verkehrsplanung als ein großer Flickenteppich, bei dem bei einer Idee eines sich schlau haltenden Politikers ein weiterer Flicken an den vorhandenen Teppich angeheftet wird, also ein Gemurkse, dem das Vorausdenken, das gesamtheitliche Zukunftskonzept fehlt.

Im ersten Schritt brauchen wir einen umfaßenden, zukunftsweisenden Verkehrsplan. Erst im zweiten Schritt kann entschieden werden, ob die City-Bahn Vorteile bringt und gebaut werden soll...

(Hans Handel, Kostheim)

 
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Diese Frage stellt sich

Was mascht der Glaser, wenn er kein Glas zur Verfügung hat?
- Er trinkt halt aus der Flasche...

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