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GHK seit 40 Jahren kulturelles Gütesiegel - Vorstand in JHV bestätigt
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GHK seit 40 Jahren kulturelles Gütesiegel - Vorstand in JHV bestätigt

Die Geburtsstunde der Gesellschaft für Heimatgeschichte Kastel fand im hiesigen Bürgerhaus 1980 statt. Frei nach dem Motto „Wir tun‘s für Kastel“ war das Bekenntnis vom unvergessenen Initiator Fritz Diehl und seinen 26 verschworenen Mitgründern.

Die GHK hat seit ihrer Gründung eine ganze Reihe von Projekten unterstützt und in Eigeninitiative umgesetzt, die wirkungsvoll und nachhaltig dazu beitragen, die Spuren der Vergangenheit in Kastel sichtbar zu machen und sie so für kommende Generationen zu bewahren.

Aufgrund der aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln fand die turnusmäßige GHK-Jahreshauptversammlung am 19. Oktober im „Großen Saal“ des Kasteler Bürgerhauses statt.

Nach dem Verlesen des Protokolls der Jahreshauptversammlung 2019 durch den Schriftführer Stefan Grundel, trug der GHK-Vorsitzende einen informativen Jahresbericht 2019 vor.

Dazu gehörte die „Dauerbaustelle“ die Erbenheimer Warte. Nach acht Jahren wurden vor kurz vor Weihnachten die Arbeiten am Wartturm abgeschlossen und das Gerüst abgebaut.

Durch einen neuen Außenanstrich, Renovierung der Sandsteine in Türen und Fenstern sieht der Turm wieder fabelhaft aus. Inzwischen ist auch die Außenbeleuchtung fertig und der Turm wird abends von der Seite Richtung Erbenheim angestrahlt.

Im Frühjahr ist eine gründliche Reinigung erforderlich. Dazu gehört die Ausstattung mit Bildern und Exponaten. Die Außenanlagen müßen neu ausgelegt werden und es wird ein neuer Kiesbelag auf die Freifläche , neben dem Turm aufgebracht, ebenso ist ein neuer Schaukasten erforderlich.

Zukünftige Öffnungszeiten und „Aufsichtsdienst“ ist ein weiteres brisantes Thema. Man hofft, auf Interessenten aus der Siedlung Fort Biehler.

Zur Zeit ist wegen Corona-Bestimmungen nur für 4 bis 5 Personen eine Turmbesichtigung möglich. Auch das geplante Wiedereröffnungsfest des alten / „neuen“ Turms ist zur Zeit nicht realisierbar.

Zu den GHK-Aktivitäten zählte wieder eine Sonderöffnung des Fastnachtskabinett, passend zum 130-jährigen Bestehen der Jocus-Garde.

Am 17. März wurde die Museumssaison mit einer Gemäldeausstellung, Kasteler Impressionen, durch die Kastelerin Christiane Bauer eindrucksvoll vorgenommen. Am 13. Mai wurde bei der JHV einer überarbeiteten Satzung zugestimmt. Das erste Halbjahr 2019 war in erster Linie von den Vorbereitungen zum 75. Jahrestag der Bombardierung und Zerstörung von Kastel geprägt.

Für die Präsentation war wieder Peter Muttke zuständig. Die beeindruckende Ausstellung wurde am 11. August eröffnet. Zum 25. Geburtstag des Geschichtsbrunnen fand ein Konzert vor Ort mit den Kasteler Musikanten statt.

Die Bastion von Schönborn, die 2019, ihr 20-jähriges Jubiläum hatte, sponserte dabei die Getränke und den Imbiss. Im Rahmen der AKK-Kulturtage präsentierte die GHK wieder eine Mundartleseung mit Gertraud Lindemann im gut besuchten Kurfürsten-Zimmer.

Am 8. September, dem eigentlichen Jahrestag der Bombardierung von Kastel, wurde mit einer würdevollen Gedenkfeier durch die GHK und Vertretern der Kommunalpolitik von rechts und links des Rheins erinnert, die abgerundet wurde mit einer Kranzniederlegung auf dem Ehrenfriedhof der Bombenopfer.

Ebenfalls im Rahmen der Kulturtage las Hermann Heiser aus seinem Erzählband „In der Schwebe“ im Kurfürsten-Zimmer, mit Besucherresonanz. Ende September führte eine Bustagestour in die Eifel.

Am 7. November wurde mit dem Urenkel von Christopf Ruthoff, Armin Hummel, am Fußweg unterhalb des ehemaligen Werksgeländes, ein Straßenschild mit dem neuen Namen „Schiffbauerweg“, sowie eine historische Tafel mit der Geschichte der Werft enthüllt.

Am 13. Oktober fanden Jubilaren-Ehrungen für 15 Jahre und 25 Jahre Mitgliedschaft statt. Am 24. November wurde die offizielle Verabschiedung des AKK-Beauftragten der Stadt Mainz, Horst Maus, vorgenommen. Es war keine GHK-Veranstaltung, aber Karl-Heinz Kues war stolz, daß dafür das GHK-Museum hierfür ausgesucht wurde. Der Jahresabschluss wurde mit der beliebten Adventsfeier, mit Unterstützung der Bastion von Schönborn, veranstaltet.

Auf Grund der Corona-Pandemie sind keine weiteren Veranstaltungen vorgesehen. Für das kommende Jahr herrscht die Ungewissheit vor, ob am 11. September die Mainzer Museuumsnacht stattfindet. Auch der 17. September, der Tag des offenen Denkmals, ist fraglich.

Der Mitgliederbestand beläuft sich auf 264. Besucher im Jahr 2019: -jeweils ohne Führungen– im Museum Castellum knapp 1.400 Besucher. Im Römischen Ehrenbogen: 150 Besucher. 16 Führungen im Museum Castellum mit 350 Teilnehmern, 5 im Römischen Ehrenbogen mit 140 Personen. 3 Schulen bzw. Gymnasien aus Schweich/Mosel, Hattersheim und Oberursel gehörten zu den Interessenten bei den GHK-Führungen.

Im Kurfürsten-Zimmer als Außenstelle des Standesamtes wurden 2019 14 Termine mit 79 Hochzeiten registriert. Insgesamt waren es seit 2005 bisher 813 Trauungen. Viele ehrenamtliche Stunden wurden  von den GHK- Verantwortlichen mit Bravour geleistet, stellte Karl-Heinz Kues fest.

Als Gäste wurden begrüßt: 37 Mitglieder mit Stadtverordnetenvorsteherin und Kasteler Ortsvorsteherin Christa Gabriel, AKK-Stadtrat Rainer Schuster und der Vorsitzende Josef Kübler vom Vereinring Kastel.

Geschäftsführerin Doris Brückner-Weber hielt zunächst, unter Standing Ovations der Mitglieder eine emotionale Laudatio von 40 Jahren aktiver Mitgliedschaft des engagierten 1. Vorsitzenden Karl-Heinz Kues. Dem wurde auch ein angemessenes Präsent des Vorstandes überreicht.

In der Position als Schatzmeisterin konnte Brückner-Weber einen detaillierten Kassenbericht mit „schwarzen Zahlen“ vorlegen. Auf Antrag vom Kassenprüfer Olaf Mockenhaupt wurde einstimmig Entlastung durch die Mitglieder erteilt. Als rouitinierte Wahlleiterin stellte sich Mitglied Christa Gabriel zur Verfügung: Der bisherige Vorstand wurde durch die JHV einstimmig bestätigt. (Aufstellung wegen techn. Schwierigkeiten in der Vorlage nicht möglich)

(Herbert Fostel)

 
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