Täglich aktuelle Nachrichten aus AKK, Mainz und Wiesbaden

Akk Zeitung

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
AWO Wiesbaden malt das Schreckgespenst der Insolvenz an die Wand
E-Mail PDF

AWO Wiesbaden malt das Schreckgespenst der Insolvenz an die Wand

Seit dem 23. Januar 2020 leiten Wolfgang Hessenauer und Franz Betz die Geschicke der AWO Wiesbaden. In dieser Zeit war es ihre vordringlichste Aufgabe, sich einen fundierten Überblick über die finanzielle Situation der AWO Wiesbaden zu verschaffen.

Wer ein funktionierendes Liquiditätsmanagement hat, der wird nicht durch die Zahlung von Weihnachtsgeld oder Corona-Prämie von einer kurzfristig drohenden Zahlungsunfähigkeit überrascht. Schon längere Zeit muß die jetzige AWO-Führung um die kritische Situation gewußt haben.

Es waren Monate, in denen sie der Wiesbadener Stadtpolitik wider beßeren Wissens oder ohne das notwendige kaufmännische Wissen eine Insolvenzgefahr ausgeredet hat. Daraus kann nur der Schluß gezogen werden: Die Öffentlichkeit wird getäuscht oder ein Sozialverband wird weiterhin unprofessionell geführt.

Bei der von der AWO Wiesbaden gewünschten Erklärung der Stadt für ein KITA-Grundstück handelt es sich konkret um einen sog. Rangrücktritt eines Rückübertragungsrechtes. Wie der Name „Rangrücktritt“ schon nahelegt, verzichtet die Stadt damit auf ein vorrangiges Recht.

Das ist zwar an sich kein ungewöhnlicher Vorgang, bedarf aber angesichts von unerwartet aufgetretenen offenen Fragen hinsichtlich der vorliegenden Eigentumsverhältnisse an dem Grundstück zwingend einer gewissenhaften Prüfung.

Das Vorgehen von Stadtrat Kessler, nämlich den Sachverhalt zumindest in seinen Grundzügen zu prüfen, ist daher verantwortungsbewußt und richtig. Nur so ist es möglich, die städtischen Gremien wie auch die Mitarbeiter vor einem späteren Vorwurf der Untreue zu schützen.

Die CDU-Rathausfraktion wird sich dafür einsetzen und die LHW dabei unterstützen, daß der Betrieb in Kitas und Alters/Pflegeheimen weiterläuft und sich Mitarbeiter und Betroffene keine existentiellen Sorgen machen müßen.

Dazu wird die CDU-Rathausfraktion kurzfristig Anträge in den Geschäftsgang der Stadtverordnetenversammlung geben. Allerdings darf nicht verkannt werden, daß das Heft des Handelns bei der Geschäftsführung der AWO-Wiesbaden oder ggf. einem Insolvenzverwalter liegt...

 
Regionale Werbung
Banner