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16-jähriger gründet Unternehmen - Familiengericht macht’s möglich
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16-jähriger gründet Unternehmen - Familiengericht macht’s möglich

...für mich fast wie ein Déjavuè... Als ich damals mit 16 Jahren meinen Filmverleih gründen wollte mußte ich feststellen, daß davor die Gesetze stehen und man mindestens 21 Jahre alt sein muß, bevor man sowas machen kann. Damals... Also wartete ich noch 5 Jahre und verbeßerte in dieser Zeit meine Ideen. Es wurde ein voller Erfolg und ich hatte auch schon bald mein erstes Kino eröffnet. Daran mußte ich denken, als ich diese Pressemeldung erhielt:

Kurz vor Weihnachten erfüllte das Familiengericht Wiesbaden Fynn von Kutzschenbach seinen sehnlichsten Wunsch: Es erklärte ihn für voll geschäftsfähig. Fynn ist gerade mal 16 Jahre alt und kann damit sein Unternehmen „Marketing Bees“ gründen. Davon träumte er schon als Kind.

Wie kam´s? Nun, Schule war nix für Fynn, gerade mal Hauptschulabschluß, und die anschließende  kaufmännische Lehre im Bereich Marketingkommunikation, eine Sackgasse.

(Fynn: „Ich mußte Unterschriften des Chefs üben und hatte dabei ein ganz dummes Gefühl“). Damit war der Anschluß an andere Ausbildungen für dieses Jahr verpaßt. Was nun, was tun?

Aber, da war noch etwas: Bei einer Berufsorientierungswoche, Fynn war gerade 14 Jahre alt geworden, hatte ein Test seine Eignung zum „Unternehmer“ ergeben. Und das war für den 16-jährigen Arbeitslosen der mentale Rettungsanker.

Im Sommer 2020 hatte Fynn die Schule verlaßen und nach seinem Ausbildungsdesaster im Herbst ,,Marketing Bees‘‘ ins Leben gerufen – eine Werbeagentur, basierend auf Internet und Social Media.

Die Eltern, erst skeptisch, dann aber immer mehr überzeugt, unterstützten ihn beim Gang zum Familiengericht und damit zum Unternehmertum.

Seit seinem 14. Lebensjahr beschäftigt sich Fynn mit dem digitalen und dem klassischen Analog-Marketing. Nicht nur die erste praktische Umsetzung und Erfolge bei Selbständigen im Bekanntenkreis machten ihm Mut, sondern auch die Vernetzung in der Landeshauptstadt.

Doch das genügt nicht, um nachhaltig Erfolg zu haben. Der junge Unternehmer nennt drei Eigenschaften, mit denen er seine Agentur gegenüber Wettbewerbern durchsetzen will: „Ich kann, zumindest jetzt noch, mit günstigen Preisen in den Markt gehen, weil ich weder Vollzeit Mitarbeiter bezahle, noch Familien ernähren muß,“ freut sich Fynn.

Ein weiterer Wettbewerbsvorteil sei, daß er alle Videos und Fotos für die Internetauftritte selbst produziert (entsprechende Vorkenntnisse hatte er sich bereits während der Schule angeeignet) und daß er sich auf Wiesbaden beschränkt, das er kennt wie seine Westentasche.

Seine UG (haftungsbeschränkte Gesellschaft) ist in Gründung. Jetzt kann er seine „Marketing Bees“ fliegen laßen, wegen Corona elektronisch: „So wie Bienen die Blume finden, findet unsere Werbung Ihren Kunden!“ (Slogan Marketing Bees).

Dabei will er vor allem Unternehmen ansprechen, die für große Agenturen weniger interessant sind: lokale Einzelhändler, Freiberufler und Künstler. Und weil für ihn zum vorbildlichen Unternehmer auch jetzt schon gesellschaftliches Engagement zählt, unterstützt er viele Lokale Vereine, Projekte und Gemeinschaften.

Die Redaktion wünscht Fynn von Kutzschenbach alles Gutte und viel Erfolg! Den wird er mit seiner Energie und Zielstrebigkeit bestimmt haben!

 
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Wieso möchten die Veganer nicht bevorzugt behandelt werden?
-  Weil sie keine Extra-Wurst haben wollen...