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Offener Brief an Christa Gabriel
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Offener Brief an Christa Gabriel

Antwort auf den Neujahrsgruß 2021 der Stadtverordnetenvorsteherin von Wiesbaden, Christa Gabriel. (gekürzt)

Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin,
Wir als engagierte Bürger, die sich mit viel Herzblut einsetzen, möchten ihre Neujahrsgrüße, die uns über den Wiesbadener Kurier erreicht haben, gerne dankend erwidern.

Sie erwähnen in ihrem Neujahrsgruß auch den Konflikt um das Ostfeld, also um die, mit unseren klaren Worten, geplante Trabantenstadt rund um das Fort Biehler und mahnen, die Debatte „trotz aller Leidenschaft sachlich und mit gegenseitiger Achtung zu führen“.

Diesem Wunsch schließen wir uns uneingeschränkt an, möchten ihn aber gerne erweitern: Wir bitten die Kommunalpolitik eindringlich, die Erkenntnisse der Wissenschaft, der Forschung und der tatsächlichen Gegebenheiten anzuerkennen und in die eigenen Überlegungen einzubinden.

Es findet sich kein Wort über Auswirkungen auf die Planungen, die das Kasteler Ostfeld betreffen. Lediglich der Geschäftsführer der SEG hat sich geäußert und das auch nur lapidar: das werde, wenn überhaupt, erst in Jahren Auswirkungen auf den Wiesbadener Immobilienmarkt haben. Das ist zumindest fahrläßig. Weitsicht geht anders.

Aber es geht uns nicht darum, Haltungsnoten für weitsichtiges Management oder weitsichtige Politik zu verteilen. Wir formulieren den Anspruch, daß sich unsere Kommunalpolitiker an wissenschaftliche Erkenntnisse halten und nicht nach dem alten Wiesbadener Spruch verfahren: Wenn der Magistrat es beschließt, fließt der Rhein halt andersherum. Nein, das wird er ganz sicher nicht!

Die aktuellen Gegebenheiten der Regionalplanung, die Klimafrage, die Tatsache, daß rund 10.000 Menschen in unmittelbarer Nähe eines Flughafens angesiedelt werden sollen, die Tatsache der Vernichtung wertvollen Ackerbodens, Grundwasser, Artenschutz  und die generelle Frage, ob diese Entwicklung überhaupt städtebaulich erforderlich ist – all das wird nach unserem Empfinden in unzuläßiger Weise einfach weggewischt.

Das ist unser Wunsch zum neuen Jahr: Diese Themen wirklich im Dialog aufzugreifen, sich sachlich damit auseinanderzusetzen und dann zu entscheiden. Und nicht demgemäß zu entscheiden, was die jeweilige politische Hauptströmung gerade augenblicklich für richtig oder opportun empfindet.

Am 14. März 2021 finden Kommunalwahlen in Hessen statt. Wir möchten an dieser Stelle darauf verzichten, eine konkrete Wahlempfehlung abzugeben. Wir möchten aber den Wählern sehr nahe legen, die Positionierung der einzelnen Parteien und auch der einzelnen Politiker zum Thema Stadtentwicklung allgemein und zum Ostfeld im Besonderen zu hinterfragen und einzuordnen.

Mit freundlichen Grüßen: Dr. Gottfried Schmidt - für die Aktionsgemeinschaft „Hände weg von Os/Ka“

 
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Diese Frage stellt sich

(Rubrik pausiert)

Romantische Lyrik des Tages

BEIM Tee im Sonnengarten
Geht mein Blick
Blumenumrankt
Vorbei an kirschjblühendedn
Bäumen
Zur alten Pagode.

Nebelberge enttauchen
Dem weißen See.
Hingetupfte Frauen
Scherzen unter
Papierschirmen.

Und am Grund des
Schwarzen Tees
Lächelt eine kleine
Geisha.

(Stefan Simon)