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„Wir machen auf – kein Lockdown mehr” Widerstand gegen Corona-Maßnahmen
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„Wir machen auf – kein Lockdown mehr” Widerstand gegen Corona-Maßnahmen

Seit Monaten beobachte ich, was passiert wäre, wenn ich noch im Geschäft wäre und meine Kinos betreiben würde. Ich wäre schon längst pleite! Jahrzehntelange Arbeit wäre in ganz wenigten Wochen absichtlich vernichtet worden.

Deshalb habe ich vollstes Verständnis für Gewerbetreibende, die das nun nicht länger mitmachen wollen/können. Wenn ich noch im Geschäft wäre, ich wäre voll an deren Seite!

Im Handel regt sich Widerstand gegen den Lockdown, wie die Ausgangssperre neudeutsch beschönigend genannt wird, und gegen die Schließung der Geschäfte. Selbstständige organisieren sich im Internet mit dem Ziel, ab dem 11. Januar auch dann ihre Läden zu öffnen, wenn die strikten Corona-Maßnahmen verlängert werden – was abzusehen ist.

Neueste Meldung:

Neuer Stichtag: 18.01.21

Er mache keinen Rückzieher, teilte Initiator Macit Uzbay auf Telegram mit. „Im Gegenteil”, betont er in einer Sprachnachricht. Die Aktion werde jetzt „komplett abgesichert”. Er wolle nicht, dass jemand zu Schaden kommt. Man müsse erst die Rechtslage genauer klären und mit Bedacht handeln. Ziel sei nicht, „einfach so wahllos aufzumachen”. Vielmehr müsse man „der Regierung eine Frist von sieben Tagen” setzen, so Uzbay. Geschäftsleute, die bei der Aktion „Wir machen auf” mitmachen wollen, so der neue Plan, sollen ihre Läden nun am Montag, den 18.01.21 öffnen.

Dies berichtet BR auf seiner Seite. (HIER)

Die Aktion stößt auf großes Interesse. Daß der Lockdown, der bislang offiziell bis zum 10. Januar befristet ist, verlängert wird, gilt seitens der Politik als ausgemacht.

„Gewerbetreiber, Gastro, Einzelhandel, Kosmetik, Friseur … Ab dem 11. Januar öffne ich die Türen. Eine weitere Verlängerung wird nicht mehr akzeptiert” – so der Text in der Beschreibung einer neuen Gruppe mit dem Namen „Wir machen auf – kein Lockdown mehr”, die am Wochenende im Messenger-Dienst „Telegram“ gegründet wurde und der binnen kurzer Zeit fast 36.500 Menschen beitraten.

Auch auf Twitter schlug das Thema sofort hohe Wellen. Unterstützer forderten unter dem Hashtag #WirMachenAuf Solidarität mit den aufmüpfigen Unternehmern; der Hashtag kam schnell in die Deutschland-Trends. Sofort bildete sich eine Gegenbewegung mit dem Hashtag „#WirMachenEuchDicht“, die es ebenfalls in die Trends schaffte.

Parallel entstanden auch schnell Ableger wie „Wir machen auf – Ableger Ö“, „Wir machen auf – Schweiz“ oder „Wir machen auf – Sachsen.“

Die Beiträge bieten ein bewegendes Bild von der Situation vieler Gewerbetreibender. Viele Texte sind von Verzweiflung geprägt, aber auch von Wut über die harte Haltung der Regierung und die neuen Ausgangssperren. So ist etwa zu lesen: Die Rechtslage sollte und darf kein Grund sein, bei dieser Aktion nicht mitzumachen. Was wäre die Alternative? Konkurs durch Verbote und Einschränkungen? Sollte man da nicht lieber das Risiko einer Geldstrafe eingehen, die auch noch rechtlich angefochten werden kann?”

Anmerkung: Wenn der Laden pleite ist, kann auch keine Geldstrafe beigetriebern werden... - Früher sagte man: Wo nichts zu holen ist hat auch der Kaiser sein Recht verloren, gelle...!

 
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