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Kaminbrand greift auf Holzdecke über
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Kaminbrand greift auf Holzdecke über

Ebersheim, Römerstraße, Freitag, 15.01.2021, 12:34 Uhr

Der Feuerwehr wurde ein Kaminbrand in der Römerstraße in Ebersheim gemeldet. Die Feuerwehrleitstelle alarmierte daraufhin Einsatzkräfte beider  Wachen der Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Ebersheim.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte konnte eine starke Rauchentwicklung im Erdgeschoß und im Obergeschoß des Einfamilienhauses festgestellt werden.  Zwei im Gebäude anwesende Personen wurden von einem Rauchmelder gewarnt und hatten das Gebäude bereits verlaßen.

Nach Angaben der Hauseigentümerin war das Gebäude länger unbewohnt, bei der Durchführung von versch. Arbeiten im Gebäude wurde der Kaminofen aufgrund der kalten Witterung in Betrieb genommen. Kurze Zeit danach war das Gebäude komplett verraucht.

Beide Personen wurden vorsorglich vom Rettungsdienst untersucht und blieben zum Glück unversehrt. Bei der Erkundung wurde festgestellt, daß der Rauch nicht über das Kaminrohr abgeführt wurde, sondern u.a. im Bereich des gemauerten Kaminofens im Deckenbereich austrat.

Vermutlich hatte sich das Kaminrohr im Bereich zwischen Erdgeschoss und Obergeschoss zugesetzt, sodaß es zu einem Kaminbrand kam.

Vorsorglich wurde ein Brandangriff mit einem Rohr in das Erdgeschoß von einem Trupp unter Atemschutz vorbereitet, parallel dazu wurde die Drehleiter mit speziellem Kaminkehrwerkzeug in Stellung gebracht, um den Schornstein von oben zu kehren.

Ein weiterer Trupp kontrollierte die Wartungsklappe im Kellergeschoss und ging dort mit einem Pulverlöscher in Stellung. Ein dritter Trupp kontrollierte mit einer Wärmebildkamera den Bereich um den Schornstein im Obergeschoß und im Spitzboden.    

Um die Ursache für die zunehmende Rauchentwicklung im Bereich zwischen Kaminofen und Decke zu erkunden, wurde die Holzdecke entfernt. Dabei konnte festgestellt werden, daß die hölzerne Unterkonstruktion der Decke im Bereich des Kaminofens bereits Feuer gefangen hatte.

Das Feuer wurde mit einer gezielten Wasserabgabe auf die Deckenkonstruktion abgelöscht. Da der gezogene Kamin (schräg geführter Schornstein) zunächst nicht von oben mit Hilfe der Drehleiter gekehrt werden konnte, wurde der Kaminbrand mit Hilfe von mehreren Löschstößen aus einem Pulverlöscher über die untere Wartungsklappe im Keller unter Kontrolle gebracht und so eine Brandausbreitung verhindert.

Nach mehreren Versuchen mit versch. Kehraufsätzen gelang es schließlich den Kaminzug komplett zu kehren, der Rauch konnte wieder nach oben abgeführt werden.

Bei der weiterführenden Erkundung konnte festgestellt werden, dass der Brennraum des Kaminofens nicht mit speziellen Schamott-Steinen ausgekleidet war, heißer Rauch und Wärmestrahlung  gelangte auf der Rückseite des Ofens in den Bereich zwischen gemauerter Kaminverkleidung, Brennraum, Kaminrohr und Holzdecke. Zusammen mit der erheblichen Wärmeentwicklung am Kaminrohr kam es so zu einer Brandausbreitung auf die Holzdecke.

Der Einsatz war um 14:30 Uhr beendet, die Einsatzstelle wurde an den Bezirksschornsteinfegermeister übergeben. Neben der Feuerwehr waren im Einsatz: Der Rettungsdienst mit einem Rettungswagen, die Polizei mit einem Streifenwagen. Die Römerstraße war während der Löscharbeiten für den Verkehr komplett gesperrt.

(René Adler)

 
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