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Bei den Kostheimer Winzern summt’s und brummt´s
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Bei den Kostheimer Winzern summt’s und brummt´s

Das letzte Jahr war hart: Alle Weinfeste im Rheingau mußen abgesagt werden. Auch die Kostheimer mußten auf ihr Winzerfest verzichten. Wer aber davon profitiert hat, das sind Bienen, Hummeln und andere Insekten.

Das hat folgenden Hintergrund: Der Rheingauer Weinbauverband hat ein Budget für die Weinfeste, welche er überregional ausrichtet. Da die Feste alle ausfallen mußten, bot der Weinbauverband seinen Mitgliedern an, mit dem Geld etwas anderes zu machen.

Der Kostheimer Ortsverband entschied sich, Saatgut für Bienenweiden und Insektenhotels zu kaufen. „Diese Idee hatten wir schnell“, sagt der Ortsverbandsvorsitzende Lorenz Sauer. „Denn viele Kostheimer Winzer engagieren sich schon lange in diesem Bereich und haben viel Erfahrung mit Blühwiesen.“

„Weinberge sollen, bevor sie bepflanzt werden, ruhen“, ergänzt sein Kollege Ernst-Peter Schilling. Die zwei sind sich einig: Was ist da naheliegender als die ruhenden Weinberge in dieser Zeit als Bienenweiden zu nutzen.

Vier Insektenhotels – ein Meter hoch und einen halben Meter breit – hat der Ortsverband der Winzer nun bei einer Behindertenwerkstatt im Rheingau gekauft. Sie stehen jetzt bei den Kollegen in den Kostheimer Weinbergen und bieten den nützlichen Insekten Unterschlupf.

Die Bienenweiden sind ein Blickfang, darüber hinaus geben sie den Insekten Nahrung und dienen dem Artenschutz. Der Ortsverbandsvorsitzende Lorenz Sauer kann sich deshalb gut vorstellen, auch in der brachliegenden Ecke am Weinstand aktiv zu werden: „Vorausgesetzt, das wollen alle,“ sagt er.

„Das wäre eine schöne Ecke“, meint auch Schilling. Sowohl das Saatgut als auch die Hotels könnten aus den Mitteln der Winzer bezahlt werden. Den Pflegeaufwand halten die Winzer für gering - ab und zu mal mähen, mehr Aufwand sei das nicht.

Um das Grundstück, das der Stadt Mainz gehört, dafür nutzen zu können, braucht es auch die Zustimmung des Kostheimer Ortsbeirates. Der hat in seiner Februarsitzung einen entsprechenden Antrag abgelehnt, trotzdem hoffen die Winzer, daß sich da noch etwas bewegen läßt...

(E.P. Schilling)

Unsere Leser fragen den Ortsbeirat: Warum abgelehnt, können sie uns das erklären...?

 
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