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Sperrung der Salzbachtalbrücke stürzt Wiesbaden ins Chaos
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Sperrung der Salzbachtalbrücke stürzt Wiesbaden ins Chaos

Das Drama um die Salzbachtalbrücke hat viele Emotionen hochgekocht. Der Bürger ist entsetzt über den Verlauf. Pendler, die in den endlosen Wartestaus stehen verlieren die Nerven - Trotzdem reagieren die meisten Verkehrsteilnehmer mit ruhiger Gelaßenheit... Einige Parteipolitische Beiträge erreichten uns ebenfalls:

Des Dramas letzter Akt:
Die Salzbachtalbrücke wird aufgrund von Schäden für unbestimmte Zeit gesperrt bleiben. Nadine Ruf, Bundestagskandidatin der SPD in Wiesbaden fordert daher schnell umsetzbare und praktikable Lösungen, statt Kompetenzgerangel und Schuldzuweisungen. „Es muß schnell gehandelt werden, damit die Landeshauptstadt nicht monatelang von sämtlichen Bahn- und Busverbindungen sowie einer Autobahnanbindung abgeschnitten ist.

Diesen Zustand kann man weder der Stadt noch all den Pendlern auf Dauer zumuten. Ich vertraue darauf, daß alle Beteiligten jetzt keine Zeit mit Vergangenheitsbewältigung und Schuldzuweisungen verschwenden. Diese schwierige Situation erfordert ein gutes Zusammenarbeiten aller fachlichen Beteiligten“.

Mittlerweile befahren rund 80.000 Fahrzeuge tagtäglich die Brücke, die eigentlich bei Fertigstellung 1963 nur für 20.000 Fahrzeuge ausgelegt war. Diese 80.000 Fahrzeuge müssen den Bereich nun täglich umfahren. Bereits am Montagmorgen staut sich der Verkehr über den 2. Ring von der Biebricher Allee über die Mainzer Straße am Südfriedhof vorbei bis nach Bierstadt.

Für LKWs ist es stellenweise zu eng und sie blockieren durch Rangierversuche zusätzlich den sich eh schon stark stauenden Verkehr. Nadine Ruf, die sich vor Ort ein Bild von der Situation machte, fordert daher die schwarzgrüne Landesregierung auf, ein notfalls zeitlich befristetes Durchfahrtsverbot für alle LKWs, die nicht Zielverkehr sind, einzuführen.

„Somit wären LKWs gezwungen, die Stadt weiträumig zu umfahren. Aber auch der reine motorisierte Individualverkehr sollte Wiesbaden so weiträumig wie möglich umfahren, damit so Verkehrsraum für die bleibt, die diesen Bereich nicht umfahren können“.

Die Buslinien 3, 6, 33 und 34 müssen derzeit langwierige Umwege über den 2. Ring und die Biebricher Allee bzw. Erbenheim fahren. „Ein weiteres Problem stellt der Ersatzbusverkehr zu den Bahnhöfen in den Stadtteilen dar: Weder der 2. Ring noch die Biebricher Allee sowie Kasteler Straße verfügen über eigene Busspuren.

Die Verbindungen vom Hauptbahnhof zu den Bahnhöfen Wiesbaden Ost und Kastel müssen für in dem Zeitraum schneller gemacht werden. Der Busverkehr darf nicht auch im Stau feststecken. Hierfür könnte über zusätzliche Busspuren nachgedacht werden, die zumindest temporär dem Verkehrsfluss dienen.

Die Erneuerung der Salzbachtalbrücke steht unter keinem guten Stern. Seit vielen Jahren wird gestritten; Hessen Mobil streitet mit dem Abbruch beauftragten Unternehmen, das Land streitet mit dem Bund. Bei Vorarbeiten werden wichtige Spannglieder an- oder durchgebohrt. Der ursprüngliche Zeitplan, der eine Fertigstellung im Jahr 2022 vorsah, kann nicht eingehalten werden. Daran ändert auch ein Wechsel des Projekts von Hessen Mobil zur Autobahn GmbH nichts.

Ziel muß es sein, die Nordbrücke schnellstmöglich wieder befahrbar zu machen und zwischenzeitlich dafür zu sorgen, vor allem die Umleitungsstrecken leistungsfähiger zu machen. Notfalls auch mit unkonventionellen Ideen. „In einer Situation solchen Ausmaßes ist aus meiner Sicht richtig, auch auf den ersten Blick unkonventionell erscheinende Ideen aufzugreifen. Hierbei könnte beispielsweise zumindest teilweise an eine Kostenerstattung gedacht werden, damit die Wiesbadener weiterhin an ihren Arbeitsplatz kommen

. „Wichtig ist, daß jetzt alle fachlich beteiligten Akteure an einem Strang ziehen, damit eine Lösung für die Salzbachtalbrücke gefunden wird und in der Zwischenzeit Wiesbaden nicht einen Verkehrskollaps erleidet.
Mit freundlichen Grüßen!

SPD-Unterbezirk Wiesbaden

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(Rubrik pausiert)

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(Stefan Simon)