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Sehenswerte Bilderausstellung im Museum Castellum
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Sehenswerte Bilderausstellung im Museum Castellum

Sehenswerte Bilderausstellung im Museum Castellum Monika Baumgartner zeigt Collagen und Linolschnitte

Mit einer Ausstellung hat die Gesellschaft für Heimatgeschichte Kastel (GHK) wieder einen kulturellen Höhepunkt gesetzt. Die Künstlerin Monika Baumgartner aus Kastel zeigt mittels einer Acryl-Mischtechnik auf Papier und Leinwand sowie mittels des Linolschnittes vorwiegend Collagen und ergänzend Objekte aus verschiedenen Materialien.

Beruflich seit 1984 in Wiesbaden als Ensemblemitglied des Staatstheaters tätig, wand sich Monika Baumgartner ab 2003 der Malerei zu, bei der sie im Privatunterricht sowie mit Teilnahmen an Kursen und Workshops im In- und Ausland ihr Können erwarb und vervollständigte. Seit 2005 ist sie freischaffende Malerin.

Ihr Werdegang als Malerin hat seinen Ausgangspunkt in der Faszination für die Fotografie. Dabei entwickelte sie mit der Kamera ein besonderes Faible für Nahaufnahmen und darüber hinaus gehend eine selektive Betrachtung der Details.

Das, was sich dem Auge des Betrachters bei oberflächlicher Sichtweise alltäglicher Dinge entzieht, kann der Fotograf hingegen durch die Nahlinse als wunderbaren, unerschöpflichen Mikrokosmos erfahren.

Eine weitere wichtige Quelle der Inspiration ist für Monika Baumgartner dabei die Natur mit ihren vielfältigen Farb- und Formspielen, wie sie detailentschlüßelnd und abstrahierend nur das Auge der Kamera sieht. So resultiert ein Großteil der Bildkompositionen aus verfremdeter Fotografie.

Die ursprünglich fotografische Darstellung wird in detaillierte Bildausschnitte zerlegt und jeweils als neuer kompositorischer Mittelpunkt mit der Sprache der Malerei neu ausgedrückt.

Den so stattfindenden schöpferischen Prozeß versteht sie als experimentelle, spontane Geste, deren immer wiederkehrender thematischer Schwerpunkt die Ästhetik und Kraft der archaischen Form beinhaltet. Dabei steht nicht so sehr die Poesie des harmonischen Zusammenspiels, sondern die Gegenüberstellung und Vereinigung spannungsreicher Gegensätze und Extreme.

Das Spiel der Balance zwischen hell und dunkel, schwer und leicht, belebt und ruhig, versteckt und offen, aufbegehrend und sanft.

Bei der Ausstellungseröffnung im Hermann-Wüst-Saal des Museum Castellum konnte der 1. Vorsitzende, Karl-Heinz-Kues, zahlreiche Besucher willkommen heißen. Er hob die Gestaltungskraft der Bilder und Collagen hervor und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß es der GHK wieder einmal gelungen sei, eine in Kastel wohnende Künstlerin für eine Ausstellung im Museum gewinnen zu können.

Die Ausstellung wird man bis zum 10. Oktober sehen können. Öffnungszeiten sind jeweils sonntags von 10.30 bis 12.30 Uhr.
(Für den Besuch im Museum gelten die 3-G-Regeln der Corona-Verordnungen)

(Peter Muttke)

 
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