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Die beruflichen Qualifikationen der Bundestages-Kandidaten im Vergleich
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Die beruflichen Qualifikationen der Bundestages-Kandidaten im Vergleich

•    Indeed analysiert die Berufe und Stände der 6.211 Kandidaten für die Bundestagswahl 2021
•    Juristen bei Männern am häufigsten, bei 17 Frauen wird Hausfrau angegeben
•    Viele Studierende und Rentner unter den Kandidaturen
•    Volt stellt die jüngsten Personen zur Wahl

Dasßim Deutschen Bundestag Akademiker wie bspw. Juristen oder Ökonomen überrepräsentiert sind, ist ein offenes Geheimnis und wurde in den vergangenen Jahren häufig kritisiert. Ob sich dies im künftigen Bundestag ändern könnte, hat die Jobseite Indeed aktuell analysiert. Dafür wertete das Unternehmen die angegebenen, aktuellen Berufe und Bildungsabschlüße sowie Stände (wie Studierende oder Rentner) aller 6.211 Wahlbewerber auf der Webseite des Bundeswahlleiters aus.

Juristen bei Männern an der Spitze, Krankenpflegerin bei Frauen in der Top Ten.
Wie die Analyse zeigt, werden die Juristen wahrscheinlich auch im zukünftigen Bundestag zahlreich vertreten sein, vor allem unter den männlichen Abgeordneten: Insgesamt 128 Kandidaten üben diesen Beruf derzeit aus – höchster Wert dieses Vergleichs. Auf Platz zwei rangieren 118 Politiker, die als Angestellte tätig sind. Rang drei belegen Unternehmer (74), dicht gefolgt von Geschäftsführern (72). Neben weiteren erwartbaren Berufen wie Lehrer oder Kaufmann sind auch Softwareentwickler mit 46 Kandidaten (Platz sieben) überraschenderweise unter den zehn häufigsten Berufen der männlichen Wahlbewerber vertreten.

Bei den Kandidatinnen führen Angestellte mit 54 Vertreterinnen die Top Ten des Berufsvergleichs an, dahinter liegen Lehrerin (50) und Juristin (49). Auf Rang vier finden sich zudem 30 zur Wahl stehende Krankenpflegerinnen, deren schlechte Arbeitsbedingungen besonders im Zuge der Pandemie immer wieder thematisiert wurden. Eine etwas verblüffende wie überholte Klassifizierung findet sich zudem bei 17 Politikerinnen, die Hausfrau als Beruf bzw. Stand im Bundeswahlleiter zu stehen haben. Mit Blick auf die zehn häufigsten Berufe sind demnach mehr Kandidatinnen im Haushalt tätig als bspw. als Beamtin (15, Rang zehn).   

Studierende treten am häufigsten zur Wahl an, aber auch viele Rentner. Neben den diversen beruflich aktiven Kandidaten finden sich unter den 6.211 Personen auch viele mit Angaben wie bspw. Student.  Im bundesweiten ist diese Gruppe mit insgesamt 386 Vertretern mit Abstand am häufigsten unter den Kandidaten vertreten und macht sie über sechs Prozent aller Kandidaturen in Deutschland aus.

Die meisten Studenten stellen die GRÜNE sowie DIE PARTEI mit jeweils 55 Personen auf. Dahinter folgen Volt (47), DIE LINKE (36) sowie die FDP (26). CDU wie SPD belegen mit 14 Personen den neunten Rang.

Neben den vielen Studierenden treten auch insgesamt 153 Rentner zur Wahl an, die immerhin rund 2,5 Prozent aller Kandidaturen ausmachen. Im Parteienvergleich sind die meisten Rentner bei den kommunistischen Parteien der DKP (26) sowie MLPD (18). Bei der NPD treten mit zwölf Personen die drittmeisten Personen in Rente zur Wahl an.

Systemrelevante Berufe sind häufiger vertreten. Im Zuge der Corona-Krise wurde der Mangel an Expertise in sog. systemrelevanten Berufen im Bundestag deutlich kritisiert. Wie die Analyse aufzeigt, haben die Wähler zur Bundestagswahl die Gelegenheit, dies zu ändern. Unter den Kandidaturen finden sich etliche Personen mit diesen beruflichen Qualifikationen auf den Landeslisten und Wahlkreisen. So finden sich Lehrerinnen (50) und Lehrer (51), Ärzte (41) und Ärztinnen (21) sowie Krankenpflegerinnen (28) und Erzieherinnen (25) unter den Top Ten der häufigsten Berufe bei den männlichen und weiblichen Kandidaten.

Die ältesten Kandidaturen. Neben den beruflichen Hintergründen weist der Bundeswahlleiter auch die Geburtsjahre aller 6.211 Kandidaten aus. Der Berechnung von Indeed zufolge liegt das Durchschnittsalter aller wählbaren Personen bei rund 43 Jahren. Entsprechend ihres hohen Rentner-Aufkommens schicken die MLPD sowie die DKP mit einem Altersdurchschnitt von 61 bzw. 60 Jahren die ältesten Politiker ins Rennen. Die jüngsten Bewerber fährt hingegen Volt auf mit einem Durchschnittsalter von 33 Jahren. Bei den Parteien der Regierungsanwärter stellt die GRÜNE mit einem Durchschnittsalter von 42 Jahren die jüngsten Personen. Bei der SPD beträgt der Schnitt 44 Jahre, bei der CDU 46.

Wir meinen: Naja, dann wollen wir mal sehen, was uns die Statistik dann zumutet...

 
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