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Kellerbrand mit Personenrettung auf Baustelle
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Kellerbrand mit Personenrettung auf Baustelle

Ein Feuer im Kellergeschoß der derzeitigen Baustelle „Hildegardis“ rief heute Mittag ein Großaufgebot an Rettungskräften auf den Plan. Durch den Brand wurden insgesamt zehn Personen verletzt.

Mitarbeiter der Baustelle wählten gegen 12:00 Uhr den Notruf und berichtete von einem Kellerbrand. Bei Eintreffen der ersten Feuerwehreinsatzkräfte drang dichter Rauch aus dem Eingangsbereich und zahlreichen Fenster des 6-geschoßigen Mehrfamilienrohbaus.

Vor Ort berichteten die Mitarbeiter, daß im Keller noch zwei Kollegen arbeiteten, als das Feuer ausbrach. Diese zwei Kollegen wurden seither vermißt.

Bei der ersten Lageerkundung konnten zudem drei Bauarbeiter auf einem noch unfertigen Balkon in der sechsten Etage ausgemacht werden. Ihr Fluchtweg durch das Treppenhaus war wegen des Brandrauchs abgeschnitten und sie flüchteten ins oberste Stockwerk.

Während drei Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung und Personenrettung in den Keller vordringen, ging ein weiterer Trupp zu dem Eingeschlossenen ins Obergeschoss vor. Aufgrund vor Erdbauarbeiten konnte die Drehleiter vor dem Rohbau nicht aufgestellt werden. Die drei Eingeschlossenen wurden mittels Brandfluchthauben durch das verrauchte Gebäude ins Freie geleitet.

Unter dem Wohnhaus erstreckte sich das Kellergeschoss über drei Ebenen, die durch die Feuerwehr akribisch nach Personen abgesucht wurde. Die zwei vermißten Kollegen konnten glücklicherweise schon auf dem ersten Kellerabsatz im Untergeschoß angetroffen und nach draußen geführt werden. Sie hatten eine Menge Rauchgas eingeatmet und wurden dem Rettungsdienst zur medizinischen Erstversorgung übergeben.

Fünf Bauarbeiter konnten sich selbst aus dem Wohnhaus ins Freie retten. Auch sie mußten sich wegen einer Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst behandeln laßen.

Während der Personenrettung löschte ein Trupp den Brand. Das Feuer war aus noch bekannter Ursache in einem Elektrokabelbündel ausgebrochen und hatte auf einen Starkstromverteiler und auf Dämmmaterial übergegriffen. Die brennenden Styroporplatten erzeugten eine riesige Menge an Rauch, welcher sich ungehindert im ganzen Gebäude ausbreiten konnte.

Nach Abschluß der Personenrettung und Brandbekämpfung wurde alle Gebäudeebenen mittels Hochleistungslüfter durch die Feuerwehr entraucht. Gegen 14:45 Uhr verließen die letzten Einsatzkräfte die Einsatzstelle.

Die Einheiten der Berufsfeuerwehr wurden durch die Freiwilligen Feuerwehren Bretzenheim und Hechtsheim unterstützt; die rettungsdienstliche Absicherung der Einsatzstelle und die Versorgung der Patientenen erfolgte durch Rettungsmittel aller Hilfsorganisationen unter der Leitung der Abschnittsleitung 'Gesundheit' bestehend aus Leitendem Notarzt und Organisatorischem Leiter.

Um für gleichzeitige Einsätze ausreichend Einsatzkräfte vorzuhalten, wurden die Wachen der Berufsfeuerwehr durch Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Hechtsheim, Drais und weiteres Personal der Berufsfeuerwehr besetzt.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Zur Schadenshöhe kann seitens der Feuerwehr keine Aussage getroffen werden.

(Mario Ambrosius, Jan Peuser, Michael Weitzel)

 
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