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Salzbachtalbrücke: „Behördenpropaganda“ vor unabhängigem Journalismus?
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Salzbachtalbrücke: „Behördenpropaganda“ vor unabhängigem Journalismus?

DJV Will Behörde mit Live-Berichten zur Sprengung von eigenen Versäumnissen ablenken?

Die bundeseigene Autobahn GmbH berichtet live über die Sprengung der Salzbachtalbrücke in Biebrich am kommenden Samstag. Wie die Behörde auf ihrem YouTube-Kanal ankündigt, sollen die Bürger dort Hintergründe, Experteninterviews und die Sprengung selbst miterleben können. Doch damit will die dem geschäftsführenden Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) unterstellte Behörde offenbar nur von eigenen Versäumnissen ablenken.

DJV-Vorsitzender Zilian protestiert
Wie der Hessische Rundfunk (hr) berichtete, hält die Behörde ein Gutachten über die Ursachen des Beinahe-Brückeneinsturzes zurück. „In unserer Demokratie gehört es zur Aufgabe von Journalisten, unabhängig und staatsfern über öffentlich relevante Ereignisse zu berichten. Wenn Behörden die Berichterstattung über von ihnen verantwortete Probleme selbst übernehmen, müssen sie sich den Vorwurf der Propaganda gefallen lassen“, so Knud Zilian, Vorsitzender des DJV-Hessen.

Journalisten in der „zweiten Reihe“
Nach bisheriger Planung sollen Journalisten von Hörfunk, Fernsehen, Zeitungen und anderen Medien nur „aus der zweiten Reihe“ über die Sprengung berichten dürfen. Die Behörde behält sich den Erstzugriff auf Kamerapositionen, Interviewpartner und Drohnenflüge vor. Dadurch tritt die Behörde unmittelbar in Konkurrenz zu den in der Demokratie dafür vorgesehenen Medien. „Wir fordern Bundesverkehrsminister Scheuer auf, keine Steuergelder dafür auszugeben, die Arbeit von Journalisten zu behindern“, so Zilian.

 
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(Rubrik pausiert)

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