Täglich aktuelle Nachrichten aus AKK, Mainz und Wiesbaden

Akk Zeitung

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Geschäftsanzeigen und Empfehlungen aus der Region
...ja, immer noch: Rechts des Rheins ist auch noch Mainz
E-Mail PDF

...ja, immer noch: Rechts des Rheins ist auch noch Mainz

Die Akademie des Bistums Mainz veranstaltete einen unterhaltsamen und wissenswerten Gesprächsabend zur fünften Jahreszeit im Erbacher Hof.

Studienleiterin Dr. Felicitas Janson konnte dabei bekannte Fastnachtspersönlichkeiten präsentieren. Die Moderatorin wies hin, daß die Stadt Mainz über Jahrhunderte verbunden mit der Brückenkopfgemeinde Kastel ist.

Die Trennung erfolgte nach 1945 bei der Errichtung der Bundesländer. Auf beiden (Rhein) Seiten wurde die Fastnacht gepflegt und nicht nur in AKK (Amöneburg, Kastel, Kostheim) wurden viele erfolgreiche Fastnachter hervorgebracht.

Eine der Hauptvertreter dieser Gattung war der legendäre Rolf Braun, Gründer des KCK, der als Ausnahmeerscheinung seiner Zeit die Meenzer Fassenacht vor Ort und bundesweit im Fernsehen prägte.

Zunächst referierte der Chef des Protokoll, Bardo Frosch, vom KCK in geschliffenen Versen und in freie Rede.
„Zu Mainz gehört auf alle Fäll auch Fassenacht aus Mainz-Kastel. Seit nunmehr 75 Jahr verkörpert durch den KCK der Fastnacht schub von rechts des Rheins. Denn rechts des Rheins ist auch noch Mainz. Wie einst Rolf Braun schon proklamierte.
Mir sind Meenzer, dann erst Hesse.“

Die Fastnacht in AKK ist ein Aktivposten der Meenzer Fassenacht mit ihren Korporationen, Kostheimer Gesangsvereinen und Pfarreifastnacht, betonte Bardo Frosch. Bekannte Protagonisten Johannes Bersch (Präsident vom Bischofsheimer Narrenkäfig) mit seinen Glanzrollen beim KCK, „Domgickel“ und zur heutigen Zeiten als Moguntia mit prachtvoller Kostümausstattung sowie der MCC-Sitzungspräsident (Vorsitzender der Kasteler Musikanten) Jürgen Wiesmann mit seiner Paraderolle als „Ernst Lustig“ mit seinem schrillen Outfit-Markenzeichen, stellten sich zu einem lockeren Interview mit der Gastgeberin Dr. Janson zur Verfügung.

Haarsträubende Anekdoten und Kostproben aus früheren Topvorträgen lösten manche Lachsalven aus bei den begeisterten Besuchern. Der Vizepräsident des „Bundes Deutscher Karneval“ (BDK), Peter Krawietz, würdigte angemessen den Ausnahme-Fastnachter Rolf Braun und skizzierte dabei die Nachkriegs- und Wirtschaftswunderzeit.

Der bundesweite Bekanntschaftsgrad des Mythos Rolf Braun ist mit Margit Sponheimer und Ernst Neger zu vergleichen, betonte der Laudator. Wehmütige Erinnerungen wurden dazu beim Anwesenden 93-jährigen Konrad Schue´, 55 Jahr treues KCK-Mitglied wach, an die ersten karnevalistischen Aktivitäten in der Nachkriegszeit.

Damals fanden 14 „Mainzer Abende“ im Hörsaal der Kunstschule statt, wobei ein junger Bursche, namens Rolf Braun, am Schlagzeug für den musikalischen Teil mitsorgte.

Beim Gesprächsabend im Ketteler Saal war der Organist Stefan Finkenauer aus Bischofsheim mit „dezenten fassenachtlichen Akkordeonklängen“ für ein musikalisches Rahmenprogramm zuständig. Fazit: Ein gelungener Gesprächsabend zur Mainzer Fastnacht rechts und links des Rheins.

(Herbert Fostel) - Foto: Klaus Beuermann

 
Regionale Werbung