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Mit Blumenzwiebelrecycling Insekten retten
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Mit Blumenzwiebelrecycling Insekten retten

Auf allen Wiesbadener Friedhöfen werden in den nächsten Tagen wieder Sammelstellen für abgeblühte Zwiebelgewächse aufgestellt.

Ziel ist es, möglichst vielen Schneeglöckchen, Tulpen, Traubenhyazinthen, Krokussen und Narzissen vor dem Kompost zu bewahren.

Die gesammelten Blumenzwiebeln werden auf Flächen des Nordfriedhofes wieder eingepflanzt. Im nächsten Frühjahr treiben sie wieder aus und bilden einen bunten Blütenteppich, der besonders stark gefährdeten früh schlüpfenden Wildbienen eine wichtige Nahrungsquelle bietet.

Die Idee zur Blumenzwiebelsammlung hatte im letzten Jahr der Wiesbadener Imkerverein, der bei der Friedhofsverwaltung auf breite Unterstützung stieß. Er stellt auch die Informationstafeln und Sammelkörbe. Zusammen mit den Gärtnerinnen und Gärtnern des Grünflächenamtes betreuen seine Mitglieder auch die Sammelstellen und leeren die Körbe.

„Wir haben im vergangenen Jahr einen ganzen Traktoranhänger Blumenzwiebeln eingesammelt und auf verschiedenen Flächen wieder eingepflanzt. Jetzt blüht es dort in allen Farben und wir beobachten mit großer Freude, wie die Insekten die bunten Nektarrestaurants eifrig besuchen“, freut sich der Vorsitzende des Imkervereins Wiesbaden, Siggi Schneider.

Nicht zuletzt auch deshalb, weil nach Bekanntwerden der Sammelaktion zahlreiche Städte und Gemeinden Informationen zu der Aktion angefordert haben und selbst Blumenzwiebeln sammeln wollen.

„Wir wollen mit Unterstützung der Friedhofsbesucher einen weiteren Beitrag gegen das Insektensterben leisten. Die kleinen Krabbler und Brummer sind für die Natur ganz besonders wichtig, finden aber in unserer urbanisierten Landschaft kaum noch Nahrung und Nistmöglichkeiten. Friedhöfe leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz und Erhalt der Insekten. Sie werden immer mehr zu Rückzugsgebieten für die nützlichen Bestäuber“, erläutert Gabriele Wolter, Leiterin des Grünflächenamtes.

 
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