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Chlorgasaustritt in Hotel
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Chlorgasaustritt in Hotel

Weisenau, Friedrich-Ebert-Straße, war14.04.22, 13:50 Uhr

Am Donnerstagnachmittag kam es in einem Hotel in Weisenau zu einem größeren Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdiensten aufgrund eines Chlorgasaustritts. Eine Person wurde leicht verletzt.

Um 13:50 Uhr meldete eine Angestellte eines Hotels in Weisenau, daß es im Keller zu einem Chlorgasaustritt im Bereich des Schwimmbads gekommen sei. Da die Menge des Austretenden Gases nicht bekannt war und der starken Wirkung von Chlorgas als Atemgift wurden umfangreiche Einsatzkräfte alarmiert.

So wurde neben der Berufsfeuerwehr Mainz und der Freiwillige Feuerwehr Weisenau der Rettungsdienst sowie die Abschnittsleitung Gesundheit mit zwei Schnelleinsatzgruppen in Bewegung gesetzt.

Vor Ort war ein starker Chlorgasgeruch schon vor dem Hotel wahrnehmbar. Während ein Trupp mit schwerem Atemschutz in den betroffenen Technikraum im Keller die Ursache des Gasaustritts suchte, wurde das Hotel komplett geräumt. Ein Mitarbeiter hatte Chlor eingeatmet und wurde ambulant vom Rettungsdienst versorgt. Er blieb leicht verletzt.

Im Keller konnten die Feuerwehrkräfte feststellen, daß in einem Kanister mit Schwefelsäure in Verbindung mit einem weiteren Stoff es zu einer chemischen Reaktion gekommen war. In der Folge hatte sich in diesem Kanister Chlorgas gebildet. Nachdem die Feuerwehrleute den Kanister ins Freie gebracht hatten, wurde er in ein luftdichtes Fass verpackt, sodaß kein weiteres Gas mehr austreten konnte.

Aufgrund des starken Chlorgeruchs im Hotel wurde es mit mehreren Hochleistungslüftern belüftet. Zusätzlich kontrollierte die Feuerwehr, ob sich noch Chlor in der Luft befand. Während des Einsatzes stürzte ein Feuerwehrmann und mußte leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Die übrigens Hotelbewohner konnten nach etwas über zwei Stunden in ihre Zimmer zurückkehren.

Die Friedrich-Ebert-Straße war für knapp zwei Stunden voll gesperrt. Die Gewerbeaufsicht prüft nun die Ursache und wann die Schwimmbadanlage wieder in Betrieb genommen werden kann. Der Einsatz der Feuerwehr war nach drei Stunden beendet.

 
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