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Nix in den Mainzer Sand setzen
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Nix in den Mainzer Sand setzen

Die Mainzer SPD ist jetzt dem Umweltbündnis „Nix in den Mainzer Sand setzen“ beigetreten. „Der Schutz des Mainzer Sands und des Lennebergwalds ist wichtig und wird angesichts der dramatischen Klimaveränderung immer wichtiger“, erklärten die beiden SPD-Vorsitzenden Mareike von Jungenfeld und Christian Kanka. „Mit der Mitgliedschaft in dem Bündnis wollen wir deutlich machen, daß der Schutz dieser Landschaft für die Region einen herausragenden Stellenwert hat.“

Gemeinsam mit Vertrern des Bündnisses haben sie den Mainzer Sand besucht. Dabei bekräftigten sie die Position der SPD, daß der Plan, die Autobahn 643 sechsspurig auszubauen, überholt sei. „Als Großstadt im Rhein-Main-Gebiet ist Mainz Teil eines der leistungsstärksten Wirtschaftsräume in Europa.

Einer der Grundpfeiler des Erfolgs ist die Mobilität, die stetig verbeßert werden mßs. Dabei wird immer klarer, daß in der Mobilitätspolitik der Schwerpunkt auf dem Ausbau des Schienenverkehrs für Personen und Güter zu legen ist. Anders sind die Klimaziele im Verkehrssektor nicht zu erreichen. Im Fall der A 643 kommt die Tatsache hinzu, daß sie ein Naturschutzgebiet von europäischem Rang durchschneidet.“
 
Die SPD hatte auf ihrem Parteitag im März beschloßen, dem Bündnis beizutreten. Dies wurde jetzt umgesetzt. In dem Bündnis haben sich unter anderem Naturschutzverbände, die Stadt Mainz und mehrere politische Vereinigungen, darunter bereits der SPD-Ortsverein Mombach, zusammengeschloßen.

Der Mainzer Sand weist eine in Europa einzigartige Pflanzenwelt auf, die ein Relikt der nacheiszeitlichen Steppenlandschaften ist. In Mitteleuropa ist es das einzige Gebiet, in dem sich die Pflanzenwelt in dieser Form und Artzusammensetzung erhalten hat. Der benachbarte, ebenfalls unter Naturschutz stehende Lennebergwald ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Rheinhessens.
 
Das Bündnis wendet sich mit Blick auf die Autobahn, die seit den 1960-er Jahren die beiden Naturschutzgebiete durchschneidet, gegen den sechsspurigen Ausbau mit Standstreifen und befürwortet die Ertüchtigung der schon vorhandenen Standstreifen als Fahrspuren für den Bedarfsfall.

Im vergangenen Jahr hatte die Mainzer SPD die Bundesregierung, die damals gerade neu gebildet wurde, gebeten, die Ausbauplanung noch einmal zu überdenken und die auch von dem Bündnis favorisierte Lösung wieder in den Blick zu nehmen.

 
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