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Girls Cup: Zeichen setzen gegen Sexismus und Diskriminierung im Fußball
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Girls Cup: Zeichen setzen gegen Sexismus und Diskriminierung im Fußball

„Mädchenfußball steht bei uns für Leidenschaft, Spaß, Teamgeist und gute Stimmung“, so Mike Steinbach, erster Vorsitzender vom SV Erbenheim.

In diesem Verein spielt der Mädchenfußball seit Jahren eine wichtige und gleichberechtigte Rolle. Das war unter anderem eine Motivation am Wochenende, 2. und 3. Juli, wieder einen Girls Cup vor Ort anzubieten.

Die Turnierleitung übernahm Rainer Wagner, der unter anderem bereits seit mehr als 20 Jahren Amateurfußballturniere im Juniorenbereich organisiert und sich nach zweijähriger Pandemie wünscht, „daß wieder mehr junge Frauen und Mädchen den Weg zu den Fußballvereinen in der Landeshauptstadt finden.“

Auch in diesem Jahr unterstützte das Kommunale Frauenreferat erneut das Tunier. Dieses Mal nicht nur finanziell, sondern mit einer Kooperation vor Ort. „Nach wie vor kämpfen Mädchen und junge Frauen mit Vorurteilen und Sexismus, wenn sie Fußball spielen. Und hieran möchten wir gerne etwas ändern“, so Saskia-Veit-Prang, Kommunale Frauenbeauftragte.

Mitarbeiterinnen des Kommunalen Frauenreferats waren vor Ort, um den Teilnehmerinnen die Möglichkeit zu geben, anonymisiert über ihre Erfahrungen als Mädchen im Fußball zu berichten. Und hier gab es zahlreiche Rückmeldungen, die zeigen, daß Mädchen im Fußball nach wie vor Diskriminierung, Sexismus, Abwertung und Beleidigung erfahren.

Die häufigste Aussage „Mädchen können kein Fußball spielen.“ Aber auch Aussagen „Geht doch zurück in die Küche“ oder „Mannsweiber“ gehören zum Alltag der jungen Sportlerinnen – Sprüche, die stark an die bekannten Chauvi-Sprüche prominenter Fußballer erinnern, die bis zurück in die 1960er Jahre dokumentiert sind.

„Den Stellenwert des Frauen- und Mädchenfußballs wollen wir in Zukunft mit weiteren Aktionen stärken, denn gerade dem Fußball kommt international eine besondere Rolle beim Empowerment von Frauen zu. Es gilt den Kampf gegen die Geschlechterstereotypen und die Abwertung der Kompetenzen der Mädchen aufzunehmen.

Wir wollen ein Umdenken in der Gesamtgesellschaft erreichen und ein klares Zeichen gegen Diskriminierung und Sexismus im Mädchen- und Frauenfußball setzen. Wir danken dem SV Erbenheim für die Ausrichtung des Girls Cup in diesem Jahr und dem Einsatz der ehrenamtliche tätigen Unterstützerinnen und Unterstützer“

(Saskia Veit-Prang)

 
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