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Sperrung der Rheinuferstraße für Vereine in der Reduit eine inakzeptable und völlig sinnfreie Entscheidung
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Sperrung der Rheinuferstraße für Vereine in der Reduit eine inakzeptable und völlig sinnfreie Entscheidung

Manche Leute hocken lieber mit dem Hintern auf dem Verstand als mit beiden Beinen auf dem Boden zu stehen.

…könnte man meinen, wenn man die völlig unsinnige, undurchdachte Entscheidung bezüglich der Rheinuferstraße in Kastel verfolgt. Führt der Weg zur Reduit für Autos zukünftig tatsächlich nur noch über Mainz???

Mann faßt sich unwillkürlich an den Kopf, wenn man diesen blanken Unsinn erfährt und es ist nicht nur verständlich, sondern sogar geboten die Stimme gegen einen solchen Quatsch zu erheben.

Das Auto ist nicht der Feind des Meschen, sondern sein bester Freund auch wenn es Fanatiker gibt, die das nicht so sehen wollen. (Wo kommt denn jeden Tag ohne Auto das 'Fressi-Fressi' her hä und wer fährt uns ins Krankenhaus usw?)

...und dann eine Maßnahme wie diese ohne die Öffentlickeit und die betroffenen Vereine wirksam zu informieren auch noch "leise" und "heimlich" quasi "durch die Hintertür" der Öffenbtlichkeit "auf´s Auge zu drücken"  donnerwetter, das nennt man "Chuzpe"!

Ein Beitrag von Herbert Fostel zu diesem Thema:

Das Rheinufer mit der Zufahrt zur Reduit soll vor dem DLRG-Gebäude mit einer Schranke gesperrt werden, die nur mit einem Schlüssel zu öffnen ist.

Per Zufall hatte der Kasteler Vereinsring-Vorsitzende Josef Kübler in einem Schreiben des Wiesbadener Straßenverkehrsamtes von diesen vorgesehenen Maßnahmen erfahren. Auch die betroffenen Reduit-Vereine wurden nicht über die inakzeptable Entscheidung informiert.

Laut Kübler sind die betroffenen Vereine über die fehlende Kommunikation sehr verärgert. Als Begründung zur Sperrung wurde deklariert, eine sichere Fläche für Fußgänger und Radfahrer zu gewährleisten. (Anm.d.Red.: ...das übliche unsinnige Gesabbel wie immer...) Außerdem sollte die Poser-Szene ausgetrocknet werden und den Falschparkern alle Möglichkeiten für Ordnungswidrigkeiten zu nehmen. (!)

Völliges Unverständnis fanden diese Argumentationen bei Kübler. Der schöne Weg direkt am Rheinufer für Fußgänger und Radfahrer, wurde mit sehr großen Geldmitteln geschaffen, erinnerte Kübler. Vor solchen rigorosen Maßnahmen wäre es angebracht, endlich eine vernünftige Verkehrsüberwachung, die seit Jahren in Kastel im Argen liegt, zu verbeßern, wurde mit Nachdruck festgestellt.

Fakt sei, in der Reduit haben 10 Vereine mit 6 Musikzügen mit ca. 150 Musikern, ihre Vereinsheime. Dort werden auch die erforderlichen Musikproben abgehalten. Weiterhin sind in der Reduit etabliert; das Kinder- und Jugendzentrum mit sehr großer Besucher-Resonanz, sowie die Gesellschaft für Heimatgeschichte mit ihrem „Museum Castellum“. Dort findet eine hohe Anzahl von Hochzeiten wegen des einzigartigen Ambientes statt.

Ein düsteres Szenario prophezeite der Vereinsring-Vorsitzende. Wie soll in Zukunft der Zugang der Vereinsmitglieder zu ihren Vereinsräumen ermöglicht werden? Für die Musikzüge ist es unrealisierbar mit dem Lastenfahrrad zu den Auftritten zu fahren. Die Instrumente müssen be- und entladen werden.

Weitere Hürden gibt es für die die Versorgung der Vereine, sowie für den Zugang von Rettungsdiensten und Feuerwehr. Bei schwerwiegenden Krankheitsbildern zählt jede Sekunde, die eventuell mit einer Schlüßelsuche verplempert werden. Kübler wies auch auf die problematische Erreichbarkeit für die Sitzungsbesucher in der Fastnachtszeit oder für die gehbehinderten Vereinsmitglieder zu ihren Vereinsräumen hin.

Harsche Kritik übte Josef Kübler an den Befürwortern, die bisher noch nicht einmal das Gespräch mit den Reduit-Vereinen gesucht haben. (Anm.d.Red.) ...klar, das ist in d..... Systemen so üblich...)

In seinem Fokus standen dazu der amtierende Wiesbadener Dezernent für Umwelt, Grünflächen und Verkehr, Stadtrat Andreas Kowol, sowie die Mitglieder des Ortsbeirates die den Verkehrsdezernenten laut Brief dazu drängeln. (Anm.d.Red.:) ..auch das sagt alles!)

Es scheint, man will das Vereinsleben in Kastel zerstören. (!) In den Sonntagsreden der Politiker wird immer das Ehrenamt und das Vereinsleben hoch gelobt, die Praxis ist genau das Gegenteil. Mahnend wies Kübler auf die zukünftigen Folgen des Verkehrs über den Bahnübergang am Bahnhof hin.

„Das Chaos bei geschlossenen Schranken wird in ein vermeidbares Inferno ausufern“, alarmiert Josef Kübler. Man sollte sich einmal am einen warmen Sonnentag, am späten Nachmittag, sowie am frühen Abend, die katastrophalen Zustände am Bahnübergang, bei 20 Minuten-Schließung der Schranken in Betracht ziehen. Die Folge bereits heute dazu: Fahrzeuge stehen in mehreren Reihen, teilweise mit dem Heck in den Philippsring, dazwischen Fußgänger und Radfahrer. „Sobald die Schranke aufgeht, behindern sich alle“. Ein Wunder, daß bisher noch keine größeren Unfälle verursacht wurden, der Stauraum ist zu klein, kommentierte Kübler.

Sarkastisch seine Botschaft dazu an den Verkehrsdezernenten: „Schwebt Herrn Kowol vor, daß alle Reduit Besucher erst nach Mainz fahren, um dann die Zufahrt am Brückenkopf zu benutzen? Widerspricht eigentlich der grünen Ideologie, was Spritverbrauch und CO 2 angeht“. Einen Appell richtete Josef Kübler auch an Oberbürgermeister Gerd-Uwe Mende, dafür zu sorgen, daß auch in Zukunft alle Vereine, teilweise auch mit dem Auto, die Reduit erreichen, denn nur so ist sicherzustellen, daß den gebeutelten Vereinen die Mitglieder nicht weglaufen, was nach Corona schlimm wäre. Dies würde den „Exitus“ bedeuten.

Erste Reduit-Vereine haben sich bei dem Vereinsring-Vorsitzenden von Kastel für seine Imitative bedankt und ihm ihre volle Unterstützung zugesagt...

 
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