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Aufmerksamer Mainzer Bürger vereitelt Trick durch "Falschen Polizeibeamten"
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Aufmerksamer Mainzer Bürger vereitelt Trick durch "Falschen Polizeibeamten"

Mainz - Die aufmerksame Reaktion eines Mainzers (59) vereitelte einen gemeinen Betrugsversuch in nahezu letzter Minute. Was war passiert:

Am Mittwoch (17.08.22) Nachmittag gegen 15:00 Uhr erhält ein Mann (81) aus Mainz einen Anruf. Am Telefon meldet sich ein angeblicher Polizeibeamter, der angab, daß der Sohn des Angerufenen einen Verkehrsunfall gehabt habe.

Er habe an einem Fußgängerüberweg ein Kind überfahren. Das Kind würde im Sterben liegen. Als der Senior dem Anrufer erklärte, daß es sich wohl um seinen Schwiegersohn handeln müße, da er nur zwei Töchter habe, sagte der angebliche Polizist, daß seine Tochter auch im Fahrzeug gewesen sei.

Im weiteren Gespräch hatte der Senior dann wohl erwähnt, daß seine Tochter und sein Schwiegersohn auf Lanzerote in Urlaub sind.

Wie üblich wird solch eine Information von den sehr geschickt agierenden und geschulten Trickbetrügern sofort verarbeitet und man bot an, einen deutschsprachigen Anwalt vor Ort vermitteln zu können. Direkt wurde das Telefonat dann an den angeblichen Anwalt weitergeleitet.

Dieser gab dann an, daß er sich für den Schwiegersohn einsetzen würde und schnellstmöglich noch am gleichen Tag 30.000,-- Euro als Sicherheitsleitung benötige, damit der Schwiegersohn nicht in Haft komme. Das Geld sollte noch am gleichen Tag der Staatsanwaltschaft Mainz übergeben werden. Er fragte, ob der ältere Herr so viel Geld zuhause habe, was dieser verneinte.

Er wurde dann aufgefordert zu seiner Bank zu gehen und das Geld abzuheben. Der Anrufer entgegnete so lange am Festnetztelefon bleiben würde, bis er wieder von der Bank zurück sei, um dann weiter die Übergabeformalitäten zu erklären.

Der ältere Mann machte sich dann zu Fuß vom Kupferberg in Richtung Innenstadt.

In der Münsterstraße traf er auf den 59Jährigen, der gerade aus seinem Auto ausstiegt. Er sprach diesen Autofahrer an und fragte ihn, da er in zeitlicher Not war, ob er ihn zu seiner Bank fahren könne, weil er dringend Geld abheben möchte, um seinen Schwiegersohn frei zu bekommen.

Der Autofahrer unterhielt sich dann mit dem Senior und erkannte, daß es sich hier um einen Betrugsfall handelt. Er rief dann sofort die Polizei an, die vor Ort kam. Dieses umsichtige Verhalten des 59-jährigen Mainzers verhinderte, daß dieser Trickbetrug, der deutschlandweit mittlerweile nahezu tagtäglich zur Anwendung kommt, keinen Erfolg hatte.

Dem Autofahrer kann nicht genug gedankt werden. Er hat Zivilcourage gezeigt und so den Senior vor einem hohen finanziellen Schaden gerettet...

 
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