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ÖPNV-Chaos in Wiesbaden: Kowol bleibt untätig
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ÖPNV-Chaos in Wiesbaden: Kowol bleibt untätig

Zum Schulanfang herrscht Chaos auf Wiesbadener Straßen.

Aufgrund des eingeschränkten Busfahrplans von ESWE-Verkehr und der zusätzlichen Ausfälle kommen viele zu spät zur Schule und Berufstätige nicht rechtzeitig zur Arbeit.

Zwangsläufig erfolgt häufig ein Umsteigen auf das Auto, verbunden mit Staus und vermeidbaren Emissionen. Die CDU-Rathausfraktion zeigt sich fassungslos darüber, daß der zuständige Verkehrsdezernent Kowol, welcher gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender von ESWE-Verkehr ist, auf Tauchstation geht und die Geschäftsführung von ESWE-Verkehr mit den Problemen im Regen stehen läßt.

Anstatt das Krisenmanagement zur Chefsache zu machen und konkrete Lösungsansätze zu entwickeln, hüllt sich der Dezernent in Schweigen und schaut tatenlos zu...

Nach dem Scheitern der City-Bahn, von Mein Rad und von Digi-S, sowie der Einrichtung der unsinnigen Pförtnerampel in der Berliner Straße erleben wir gerade einen weiteren traurigen Höhepunkt seiner gescheiterten Verkehrspolitik.

Das Ziel, den Wiesbadener ÖPNV attraktiver für eine höhere Nutzungsrate zu gestalten, wird von Dezernent Kowol nicht nur verfehlt, sondern in den bisherigen Bemühungen weit zurückgeworfen. Nach Ansicht der Rathaus-CDU sei die aktuelle Situation ja nicht kurzfristig und überraschend aufgetreten, sondern habe sich bereits seit langer Zeit angebahnt.

Zuletzt in der Juni-Sitzung des Mobilitätsausschußes hatte die CDU die Rückkehr zum regulären Fahrplan bei den stark betroffenen Buslinien zu den Schulkernzeiten angemahnt. Es dränge sich immer mehr der Eindruck auf, daß sich der Dezernent lieber mit Personalfragen beschäftigt, um von der eigenen Verantwortung abzulenken.

Die CDU-Rathausfraktion fordert Oberbürgermeister Mende erneut dazu auf, die Kontrolle von ESWE-Verkehr als Vorsitzender des Aufsichtsrates selbst zu übernehmen. Die Gewinnung und Ausbildung von Fahrpersonal und die Verbesserung der räumlichen Kapazitäten hat oberste Priorität.

Ein funktionierender ÖPNV sei für Wiesbaden zu wichtig, um ihn den persönlichen politischen Befindlichkeiten des Verkehrsdezernenten zu opfern. In diesem Zusammenhang verweist die CDU-Rathausfraktion auch auf die Kooperationsvereinbarung der Linksfraktionen, wonach ein bezahlbares Bus- und Bahnfahren zu einem verläßlichen Takt der Schlüßel für eine nachhaltige Mobilität sei.

Dies lese sich mit Blick auf die stetige Verschlechterung des städtischen ÖPNV wie ein schlechter Witz und mache deutlich, daß die Kooperation nicht in der Lage sei, ein elementares Vorhaben umzusetzen. Tausende von Betroffenen müßten dies nun durch die alltäglichen Einschränkungen im Buslinienverkehr ausbaden...

 
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