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AUF entsetzt von den Ausführungen des Stadtplanungsamtes
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AUF entsetzt von den Ausführungen des Stadtplanungsamtes

Entsetzt zeigt sich der Arbeitskreis Umwelt und Frieden AKK (AUF) von den Ausführungen des Stadtplanungsamtes und der SEG in der letzten Sitzung des Kasteler Ortsbeirates.

„Die Erkenntnisse, so man das überhaupt so nennen kann, sind beschämend“, kommentiert Frank Porten, Sprecher des AUF AKK, den Auftritt der Stadtplaner.

„Man arbeitet mit –so wortwörtlich- Annahmen! Selbst die Größe des Baufelds ist ungeklärt,“ kritisiert Porten den Stand der Planungen. Bis heute liege nicht einmal das gesetzlich vorgeschriebene Fluglärmgutachten vor, auch die Relevanz der Hochspannungsmasten sei noch nicht geklärt. Das Thema Ostfeld sei zu bedeutend, um derart im Nebel zu stochern.

„Dabei ist es schon schlimm genug“, so Porten weiter, „daß erst ein Beschluß des Ortsbeirats dazu geführt hat, daß der Magistrat seiner gesetzlichen Verpflichtung zum Einbinden des Ortsbeirats gefolgt ist.“

Zur Erinnerung: Im Juni 2017 haben die vorbereitenden Untersuchungen zum Großprojekt Ostfeld begonnen. Die Stadt dazu auf ihrer Homepage: „Die Phase der vorbereitenden Untersuchungen umfaßte u.a. zahlreiche Gutachten zu Themen wie Klima, Verkehr, Arten- und Naturschutz, Entwässerung, Immissionen, die gemeinsam mit den Fachämtern der Landeshauptstadt Wiesbaden beauftragt wurden. Auch die Mitwirkungsbereitschaft der Betroffenen (Eigentümer, Pächter, Sonstige) wurde abgefragt und eine Kosten- und Finanzierungsübersicht aufgestellt.

Dazu Porten: „Das ist jetzt fünf Jahre her.“ Daß ein ganzer Stab von Planern seit fünf Jahren keinerlei Erkenntnisgewinn vorweisen kann, hält Porten für bemerkenswert. „Null Fortschritt – und das trotz qualifizierter Gutachterbüros, trotz auskömmlicher finanzieller Mittel. Die Frage sei erlaubt: „Will man nicht? Paßen die Ergebnisse der Gutachten nicht zu den Zielen?“

Vermutlich deshalb sei auch die Frage des Klimas immer noch offen. Zumindest für die Stadtplaner. Für den AUF dagegen sei spätestens seit KLIMPRAX[2] klar: Das Ostfeld darf nicht bebaut werden!

Ein zweites Gutachten[3] von GeoNET, so der AUF-Sprecher, habe wohl noch immer nicht die richtigen Ergebnisse gebracht. Also folge jetzt Nummer drei. „Darf man sich wundern, wenn die Glaubwürdigkeit leidet? Nein.“ Die Gutachten hätte man sich – und dem Steuerzahler - sparen können.

Die AUF-Fraktion Kastel, und sicher nicht nur diese, wartet jetzt gespannt auf die Zahl, die der Controller der SEG zugesagt hat: Wieviel Steuergeld ist in den letzten gut fünf Jahren, Stand November 2022, in das Projekt Ostfeld geflossen?

(Frank Porten) -  AUF AKK

 
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